NIGHTBEAST – TERROR AUS DEM WELTALL
(USA, 1982, Regie: Don Dohler)
Durch einen Asteroid muss ein Alien mit seinem Raumschiff auf der Erde notlanden. Das Raumschiff geht in einem Waldgebiet runter, wo es gleich die Aufmerksamkeit von Camper auf sich zieht. Zwei Cops nehmen sich der Sache an und ziehen in den Kampf gegen das Monster von den Sternen.
Dass Don Dohler nicht mehr als eine Handvoll Dollars für NIGHTBEAST zur Verfügung standen, erkennt man sofort, gleichzeitig aber auch die Liebe, die in dieses kleine Projekt geflossen ist. Die kurzen Weltraumaufnahmen mit dem Asteroid, der das Raumschiff des Aliens zum landen zwingt und die Notlandung selbst, können sich sehen lassen. Das Raumschiff-Miniaturmodell und die im Maßstab passenden Bäume sind durchaus charmant, unterstreichen aber auch den Eindruck, es mit einem Film aus den 70er-Jahren zu tun zu haben. Dieser Eindruck zieht sich durch den gesamten Film und passt natürlich auch zum Inhalt. Der Alien selbst präsentiert sich als humanoide Lebensform. Ganz klassisch: Ein Darsteller im Monsterkostüm mit Riesenmaul und langen Reißzähnen. Dazu trägt er einen silbernen Raumanzug und ist mit einer Laserkanone ausgestattet, die rote Laserstrahlen abschießt und Getroffenes in ein Feuerwerk aus Farben verwandelt und schließlich auflöst. Die Farben sind toll und unterstreichen die comicartige Atmosphäre, die Dohler hier mit kleinen Mittel erzeugt. Wenn nicht mit Laserstrahlen getötet wird, tötet der Alien auch gerne mal alternativ. Dann sieht man allerdings in der Regel eher die blutigen Ergebnisse. Komplett daneben sind die Darsteller, die sich allesamt wie Trottel verhalten. Auch das Cop-Duo (Mann und Frau) bildet da keine Ausnahme. Auch ein schmieriger Biker taucht ständig auf, der nichts besseres zu tun hat, als dumm und aggressiv zu sein. Die meiste Zeit befindet man sich im Wald oder auf Wiesen oder spricht von einer Stadt, die es zu schützen gilt, von der man allerdings immer nur rudimentär ein Haus von außen oder innen sehen kann.
Vermutlich auch um die Billigkeit zu kaschieren, ist NIGHTBEAST sehr dunkel geworden, aber das wird ihm zum Vorteil. Dohlers Inszenierung gewinnt durch den finsteren Wald, durch den sich Nebel zieht oder durch die Geräusche von Zikaden im Gestrüpp. Und noch was ist zu loben: der Synthesizer Score von Robert J. Walsh und J.J. Abrams (genau der), der enorm zur Atmosphäre beiträgt.
Dohler hat sein schmales Budget gut genutzt und mit NIGHTBEAST – TERROR AUS DEM WELTALL einen unterhaltsamen, atmosphärischen Alien-Horrorfilm gezimmert. Nicht mal die dümmlichen Figuren konnten mir den Spaß verderben.
(Bjoern Candidus)
Schreibe einen Kommentar