Zum Inhalt springen
  • Episoden
  • Rezensionen
  • Über uns
  • Wo Ihr uns findet
  • Kontakt

Dollman, 1991 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

DOLL MAN – DER SPACE-COP!
(DOLLMAN, USA, 1991, Regie: Regisseur Albert Pyun)

Als der Cop Rick Bardo vom Planeten Arturus auf die Erde geschleudert wird, muss der feststellen, dass er dort nur ein Winzling ist. Doch wie man weiß, ist die Körpergröße nicht entscheidend, um große Dinge zu verrichten. Mitten in Brooklyn darf er einer kriminellen Bande das Leben schwer machen. 

Mit DOLL MAN hat Regisseur Albert Pyun (NEMESIS, 1992) für Charles Bands Full Moon ein feines Sci-Fi-Action-Spektakel gezaubert, was mit tollen Effekten, Tricks und Sets aufwartet. Dass Tim Thomerson (TRANCERS, 1984) als Brick Bardo gerade mal die Größe von 30 Zentimeter erreicht, wenn er auf die Erde gelangt, ist natürlich ein reichlich skurriles Unterfangen. Auch wenn das Thema mit der Größe im Phantastischen Film nicht neu ist, kann man es immer wieder einsetzen, variieren oder kombinieren. Das Potenzial für Gefahren, für humorvolle Situationen oder kreative Ideen ist damit vorhanden und wird hier auch genutzt. 

DOLL MAN startet direkt mit Einblicke in eine futuristische Stadt auf dem Planeten Arturus, die sowohl an STAR WARS als auch an BLADE RUNNER (1982) erinnern. Mit Lob muss man sich hier allerdings zurückhalten, da die Szenen mit der Stadt aus der Serie BUCK ROGERS (1979) entnommen wurden. Schnell machen sich dann aber auch eigene Effekte und Modelle bemerkbar, die sehr gelungen sind. Auch die Verkleinerungen sind gut getrickst, bringen aber auch etwas grundkomisches mit. 

Für eine Full Moon-Produktion geht es hier teilweise ungewöhnlich düster, dreckig und brutal zu. Wenn Bardo South-Brooklyn betritt, zeichnet sich ein Bild von Sex, Drogen, Raub und Mord ab. Hier wird dann auch kein Klischee ausgelassen, und mit der besorgten Mutter Debi (Kamala Lopez) und ihrem kleinen Sohn hat man dem Zuschauer nicht den größten Gefallen getan. Die Antagonisten machen hingegen was her. Zum einen ist da Sprug, (Frank Collison), ein schwebender Kopf, und auf der Erde bekommt es Rick Bardo mit dem kriminellen Braxton Red zu tun, der von Jackie Earle Haley gespielt wird, den ich durchaus mag, wenn er nicht Freddy Krueger spielt. Der kaputte Freak, den er hier verkörpert, ist ihm auf den Leib gebügelt.

In Sachen grafischer Gewalt gibt es ein paar blutig Momente zu verzeichnen, die der Inszenierung guttun und den Comiccharakter unterstreichen. Ansonsten gibt es viel Action mit Schießereien und den üblichen Kampf zwischen Gut gegen Böse. Untermalt wird das Ganze von einem coolen Synthesizer-Score von Anthony Riparetti und Richard Band. 

Wenn man Filmen aus der Full Moon-Schmiede etwas abgewinnen kann, wird man um DOLL MAN nicht herumkommen. Ein unterhaltsamer Film, der aus seinem schmalen Budget alles herausholt. 

(Bjoern Candidus)

←The Vanishing, 1988 – ★★★★★
Man in the Shadow, 1957 – ★★★★→

Kommentare

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge

  • River’s Edge, 1986 – ★★★★

    7. September 2026
  • White Star, 1983 – ★★★★½

    5. September 2026
  • Fortsetzungen

    3. September 2026
  • The Angry Red Planet, 1959 – ★★★

    3. September 2026

Impressum · Datenschutzerklärung · © 2026 Antenne Traumstadt