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Exterminators of the Year 3000, 1983 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

THE EXECUTOR – DER VOLLSTRECKER*
(GLI STERMINATORI DELL‘ANNO 3000, Italien, Spanien, 1983, Regie: Giuliano Carnimeo)

Wie zu erwarten, kam es zum 3. Weltkrieg, der mit Atombomben ausgefochten wurde. Millionen von Menschen kamen dabei ums Leben, und die Überlebenden kämpfen seit dem Ende des Kriegs mit Wasserknappheit, da die Katastrophe die Wetterbedingungen verändert und es seit Jahren nicht mehr geregnet hat. Wasser ist das neue Öl, was für neuen Ärger unter den Menschen sorgt. Verschanzt in einer geheimen Anlage kämpft eine Gruppe von Menschen um ihr Gemüse, was sie bisher durch das Grundwasser erhalten konnten. Als kein Wasser mehr fließt, brechen John und Terry mit ihrem Truck auf, um eine Wasserquelle zu finden. Nichtsahnend hält sich auch der kleine Tommy im Truck versteckt, der rechtzeitig fliehen kann, als eine Rockergang das Fahrzeug überfallen und John und Terry töten. Auf seiner Reise durch die Ödnis trifft Tommy auf der Kämpfer Tiger, den der Junge erst mal aus einer misslichen Lage befreien muss, bevor sie gemeinsam einen Weg gehen.

Mit THE EXECUTOR – DER VOLLSTRECKER hat Regisseur Giuliano Carnimeo (DAS GEHEIMNIS DER BLUTIGEN LILIE, 1972) einen weiteren Endzeit-Actionfilm abgefeuert, der sich an MAD MAX 2 (1981) orientiert. Gerade die Italiener hatten großen Spaß daran, George Millers Film im kleinen nachzuspielen und gewinnbringend zu verkaufen. Das obligatorische Setting, ein Steinbruch und die darum herumliegende Ödnis, ist auch hier der Schauplatz. Gedreht wurde in Almería, der spanischen Heimat der meisten Italowestern. Da kann ich erst mal nicht meckern, denn an felsiger Kulisse kann ich mich kaum sattsehen. 

Während MAD MAX 2 mit einer großen Fahrzeugschlacht mit Trucks, Buggys, Motorrädern und sonstigen Vehikels endet, wird dieses Finale hier schon in den ersten 25 Minuten kopiert. Die kurze Schlacht, die nicht nur mit ähnlichen Gefährten, sondern auch mit ähnlichen Figuren ausgestattet wurde, ist kurz, aber durchaus gut inszeniert. Die Rockerbande, angeführt von Crazy Bull (Fernando Bilbao), ist sehr gut ausgestattet. Lederklamotten, Nieten, Helme und diverse Accessoires sorgen für lebendige Figuren. Aber auch auf der Seite der Helden sieht es gut aus. Nicht, dass Robert Iannucci als Tiger nennenswertes Talent mitbringt, aber er passt optisch ganz gut in die „Mad Max“-Rolle. Mit Luciano Pigozzi als Tüftler Papillon ist sogar ein richtig guter Bekannter an Bord, dem Almería bestens vertraut gewesen sein dürfte. Venantino Venantini ist als John dabei, während sein echter Sohn, Luca Venantini, Tommy spielt. Alicia Moro repräsentiert als Trash die weibliche Kraft. Insgesamt macht die Besetzung Spaß wie eigentlich alles in THE EXECUTOR – DER VOLLSTRECKER. 

Sieht man über gewisse Logiklöcher und der Tatsache hinweg, dass das filmische Vorbild zu dieser Produktion insgesamt wesentlich besser ist, braucht sich Carnimeo zumindest nicht vor D’Amatos ENDGAME (1983) oder Castellaris METROPOLIS 2000 (1983) verstecken, die man gucken sollten, wenn man auf diese Art von Unterhaltung steht.

Coole Figuren, Explosionen, Verfolgungsjagden durch staubige Landschaften und ein schwungvoller Synthesizer-Score von Detto Mariano machen THE EXECUTOR – DER VOLLSTRECKER zu einem durchweg unterhaltsamen Film, bei dem man nur auf eine spannende Story verzichten muss. 

(Bjoern Candidus)

*Podcast-Besprechung bei „Antenne Traumstadt“

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