RANA – HÜTER DES BLUTIGEN SCHATZES
(RANA: THE LEGEND OF THE SHADOW LAKE, USA, 1975, Regie: Bill Rebane)
Kelly macht mit seiner Freundin Chris Urlaub auf einer Insel. Er erzählt ihr, was dort in seiner Kindheit schreckliches passiert ist. Sein Vater hat einst das Amphibienwesen Rana zur Strecke gebracht. Doch Rana lebt und bewacht immer noch einen Schatz, auf den viele spekulieren und ihr Leben lassen.
Eins muss man Bill Rebanes (ANGRIFF DER RIESENSPIENNE, 1975) Monsterfilm lassen: er besitzt eine charmante 70er-Jahre Atmosphäre mit einem coolen Score von Bruce Malm und hat eine wunderschöne Naturkulisse zu bieten. Gedreht wurde in Wisconsin, was sich mit urigen Wäldern, Seen, Sümpfen und Moos bedeckten Böden präsentiert. Die Story um ein Froschmonster, was einen Schatz bewacht, klingt natürlich brisanter als sie letztlich umgesetzt wurde. Es dauert gut eine Stunde, bis man Rana (Spanisch für Frosch) endlich zu Gesicht bekommt, und der darf dann erst mal ein Gesicht an einem Baum zerquetschen. Ganz klassisch steckt hier ein Darsteller in einem Gummikostüm. Die Qualitäten von DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS (1954) werden hier natürlich zu keiner Sekunde erreicht; RANA spielt eher in einer Liga mit OCTAMAN (1971), und genau den könnte ich mir gut als Double Feature Film vorstellen.
Rebane verbringt zu viel Zeit mit Gerede über Rana und konzentriert sich zu sehr auf die Figuren, die leider nicht wirklich interessant sind. Das Quaken der Frösche in der Nacht und die dichte Atmosphäre, die durch die Bäume erzeugt wird, können etwas über die Langeweile hinwegtrösten, die hier schon mal aufkommt.
RANA ist sicherlich kein guter Film, aber wer diese Art von Low Budget-Monsterfilmen mit Abenteuer-Einschlag mag, sollte hier vermutlich ein bisschen Liebe finden. Oder man findet seinen Schlaf.
(Bjoern Candidus)
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