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Massacre in Dinosaur Valley, 1985 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

AMAZONAS – GEFANGEN IN DER HÖLLE DES DSCHUNGELS
NUDO EL SELVAGGIO, Brasilien, Italien, 1985, Regie: Michele Massimo Tarantini) 

Der Paläontologe Kevin Hall ist im brasilianischen Urwald auf der Suche nach dem Tal der Dinosaurier. Er findet schließlich eine Spur und reißt mit einer Gruppe Touristen per Flugzeug in die abgelegene Gegend, in der auch Kannibalen ihr Unwesen treiben sollen. Als es zu einer Notlandung kommt, landen sie mitten im Dschungel und müssen sich sämtlichen Gefahren stellen.

Die italienisch-brasilianische Co-Produktion ist eine echte Wundertüte des Abenteuer-Kannibalen-Genres. Regisseur Michele Massimo Tarantini liefert bereits von Beginn an Action, die kurz in die Fußstapfen der Spence/Hill-Filme driftet, bevor das Abenteuer der Idioten, mit denen man es hier zu tun bekommt, losgeht. Die Besetzung ist wirklich ulkig. Michael Sopkiw ist der Beautie im Dschungel, der darstellerisch mal wieder nicht viel zu bieten hat. An Widerwärtigkeit kaum zu überbieten ist Milton Rodríguez als Captain John Heinz. Ihn kann man sich als eine Art asozialen Version von Matthias Reim vorstellen, dem wenigstens das Herz rausgerissen wird. Es tauchen noch ein paar dämliche Weiber auf, von denen eins im letzten Drittel von dem Abziehbild-Bösewicht namens China (Carlos Imperial) vergewaltigt wird. Kannibalen gibt es natürlich auch, allerdings tauchen die nur kurz auf und glänzen in erster Linie durch ein Ritual, bei dem ein Priester einen lustigen Holzentenhut trägt, bevor er sich in einen Priester mit einem Dinosaurierschädelhut verwandelt. Das muss man erst mal nachmachen.

AMAZONAS – GEFANGEN IN DER HÖLLE DES DSCHUNGELS ist sehr abwechslungsreich inszeniert. Tarantini lässt seine Figuren kleine Abenteuer erleben, bei denen man sich nie lange aufhält, damit es erst gar nicht zu Langeweile kommt. Die Fotografie ist nicht unbedingt die sicherste, aber die schöne Natur von Brasilien kann einiges kaschieren, wenn auch nicht die dümmlichen Figuren. Krokodile, Piranha-Attacken Treibsand, viel nackte Haut und einige blutige Szenen sorgen jedenfalls für genug Spaß.

Auch wenn Lenzi und Deodato immer wieder durchblicken, ist AMAZONAS – GEFANGEN IN DER HÖLLE DES DSCHUNGELS eher dem Abenteuer- als dem Kannibalenkino zuzuordnen. Außerdem muss man lobend erwähnen, dass es hier nicht eine Tiersnuff-Szene gibt. Der zusammengeklaute Score passt hingegen leider gar nicht. Für einen eigenen fehlte offensichtlich das Geld.

AMAZONAS – GEFANGEN IN DER HÖLLE DES DSCHUNGELS ist ein unterhaltsames Dschungelabenteuer ohne Sinn und Verstand. 

(Bjoern Candidus)

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