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The Love Butcher, 1975 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

SCHIZOPHREN
(THE LOVE – BUTCHER, USA, 1975, Regie: Mikel Angel, Don Jones)

Eine Reihe blutiger Frauenmorde versetzt einen idyllischen Vorort in Angst und Schrecken. Ausgeführt werden diese von dem etwas degenerierten Caleb, bzw. seiner zweiten Persönlichkeit, seinem Bruder Lester. Lester spricht zu Caleb und benutzt seinen Körper dazu, Frauen zu töten. Ein Machtkampf einer schizophrenen Persönlichkeit ist entfacht.

Da man sich von Mikel Angels Version von SCHIZOPHREN wenig beeindruckt zeigte, übernahm Don Jones das Projekt und ließ einige neue Szenen drehen, um der Story einen sinnvolleren Verlauf zu verpassen. Wer auch immer hier letztlich für was verantwortlich war, das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. SCHIZOPHREN ist ein garstiger Psycho-Thriller mit einem Psychopathen, der deutlich an Norman Bates erinnert, aber auch einen Frank Zito aus MANIAC (1980) vorwegnimmt. 

Der Film spielt in einem „Heile Welt“ – Vorort von L. A. und bietet neben dem Wahnsinnigen Caleb viele arrogante Schnepfen, die ihn in ihrem Garten arbeiten lassen und verbal erniedrigen. Um die zu beseitigen, ist Lester zur Stelle. Lester ist der verstorbene Bruder von Caleb, der seine Identität annimmt, um die Welt von unmoralischen Frauen zu befreien. Die farbenfrohen Gärten und die oberflächlichen Damen in ihren Kostümen und Villen stehen im Kontrast zu Calebs kaputter Welt mit seinem imaginären Bruder Lester, der aus einem gliedlosen Körper mit einem schwarzen Styroporkopf mit Perücke besteht. Die farbige Ausleuchtung erinnert dabei stellenweise sogar an das Kino von Mario Bava und Dario Argento. Wenn Caleb seine fette Brille abnimmt und die Perücke aufsetzt, um seine Halbglatze zu verbergen, verwandelt er sich in den gutaussehenden Lester. James Lemp sei hier wirklich zu loben. Als Caleb ist er zwar eine Nummer zu sehr auf Idiot getrimmt, aber wenn er Lester spielt, überzeugt er als wandelbarer Schönling, der Frauen um den Finger wickelt, bevor er sie tötet. Auffällig sind auch die recht harten Kills, z. B. mit einem Gartenschlauch, einer Heckenschere oder einer Mistgabel. Gärtner…

SCHIZOPHREN ist ein solider Psycho-Thriller, der etwas an die frühen Hoopers und Cravens erinnert, natürlich ohne deren Kraft zu erreichen. 

(Bjoern Candidus)

←The Night Porter, 1974 – ★★★★½
The Forest, 1982 – ★→

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