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The Void, 2016 – ★★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

THE VOID
(Kanada, 2016, Regie: Jeremy Gillespie, Steven Kostanski)

Ein verletzter Mann auf einer Landstraße beendet die entspannte Nachtschicht des Cops Daniel Carter. Er bringt den Mann in das nahegelegene Krankenhaus, was kurze Zeit später von einer unheimlichen Sekte belagert wird, die offensichtlich weiß, dass eine unheimliche Macht im Inneren schlummert.   

THE VOID von den beiden Regisseuren Jeremy Gillespie und Steven Kostanski gehört zu jenen Filmen, bei denen die Einflüsse klar auf der Hand liegen und gar nicht verheimlicht werden sollen. Fans von H.P. Lovecraft, THE THING (1982), DIE FÜRSTEN DER DUNKELHEIT (1987) und HELLRAISER (1987) werden hier definitiv bedient. Besonders Carpenters Werk schimmert immer wieder durch, ohne dabei aufgesetzt zu wirken, denn Gillespie und Kostanski entfachen genug eigenes Feuer. 

Von der ersten Minute an fällt hier die Finsternis auf. Der Film spielt in nur einer Nacht und fängt diese sehr schön ein. Besonders in den ersten 20 Minuten bekommt man immer wieder sehr atmosphärische Bilder geliefert, die die Spannung langsam steigern. Nicht zu unterschätzen ist dabei auch der unheimliche Elektro-Score, der ebenfalls die Welten eines Carpenters beschwört. Mit einem abgelegenen Krankenhaus in der Nacht, hat man ein hervorragendes Setting gewählt, in dem der kosmische Schrecken Einzug erhält. Eine unheimliche Sekte umzingelt das Krankenhaus, während sich im Inneren eine Handvoll Klischeefiguren mit einer unheimlichen Macht konfrontiert sehen, die sich erst langsam und dann mit voller Wucht durch die Zimmer und Gänge bewegt. Trotz typischer Figuren, die man schon hundertmal in ähnlichen Belagerungs-Situationen erlebt hat, sind die Darsteller soweit okay. Besonders Aaron Poole macht als Cop Daniel Carter einen sympathischen Eindruck. 

Gillespie und Kostanski nehmen ihre Sache ernst und liefern eine spannende, durchweg humorfreie Inszenierung. Sehr gelungen sind auch die Masken und Monster-Effekte, bei denen man glücklicherweise auf den Einsatz von CGI verzichtet hat. Mit richtig hartem Gore hält man sich zwar zurück, dennoch gibt es einiges zu sehen, was vor allem den Cosmic-Horror-Fan erfreuen dürfte.

Inhaltlich ist THE VOID nur wenig innovativ, aber wie sagt man doch so schön: besser gut geklaut als schlecht selbst erfunden, und genau das trifft hier zu. 

(Bjoern Candidus)

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