Zum Inhalt springen
  • Episoden
  • Rezensionen
  • Über uns
  • Wo Ihr uns findet
  • Kontakt

The Lone Runner, 1986 – ★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

FLASH FIGHTER
(PER UN PUGNO DI DIAMANTI, Italien, 1986, Regie: Ruggero Deodato)

Die Tochter des reichen Mr. Summerking, der in einer Wüstenstadt lebt, wird entführt. Da ruft der Millionär den Einzelkämpfer Garrett auf den Plan, der nicht lange nachdenkt und seinen Auftrag annimmt.

FLASH FIGHTER zeigt, was passiert, wenn Produzent Ovidio G. Assonitis Ruggero Deodato ohne Drehbuch nach Marokko schickt, um dort einen Actionfilm zu drehen. Und so verwundert es auch nicht, dass die Inszenierung von vorn bis hinten katastrophal geraten ist. 

FLASH FIGHTER wirkt wie ein weiterer Vertreter des 80er-Jahre-Endzeitkinos, nur dass man hier nicht mit futuristischen Vehikeln durch die Wüste brettert, sondern Pferde benutzt, um sich zu verfolgen oder von einem Hügel zum nächsten zu kommen. Wenn das nicht passiert, wohnt man langweiligen Kampfszenen bei, die mit kalten Waffen ausgeführt werden, sieht man von den mit Granaten besetzten Pfeilen ab, die Garrett, der Flash Fighter, mit seiner Armbrust abschießt. Immer wieder kommt es zu Gefechten, die langweilig und stümperhaft inszeniert wurden und rein gar nichts von Deodatos sonstiger Qualität besitzen. Dazu kurbelt Komponist Carlo Maria Cordio ständig dieselbe Leier an. Weit entfernt von Qualität sind auch die Darsteller, angeführt von Miles O‘Keeffe als Flash Fighter, der weder ein Mad Max noch ein Rambo ist, dafür ein charakterloses Nichts. Auch der eigentlich gute John Steiner hat sich in der Rolle als durchgeknallter Skorm keinen Gefallen getan, und mir als Zuschauer schon gar nicht. Den besten Eindruck hinterlässt noch Hal Yamanouchi als Nimbus, weil er vor allem den Mund hält. 

Das Einzige, was mir hier gut gefallen hat, sind die Schauplätze, die mich direkt an den Italowestern erinnert haben, nur eben als orientalische Version. Neben der marokkanischen Wüste, mit der ein oder anderen Oase, gibt es hier auch eine Stadt zu sehen, die in einen Berg gehauen wurde und ziemlich imposant aussieht. Doch die wenigen positiven Momente retten hier auch nichts. 

FLASH FIGHTER ist ein billiger Actionfilm ohne Schauwerte, der einem ständig das gleiche zeigt, bis die 80 Minuten Spielzeit vorbei sind.

(Bjoern Candidus)

←Angel of Death, 1985 – ★★½
The Devil’s Honey, 1986 – ★★½→

Kommentare

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge

  • River’s Edge, 1986 – ★★★★

    7. September 2026
  • White Star, 1983 – ★★★★½

    5. September 2026
  • Fortsetzungen

    3. September 2026
  • The Angry Red Planet, 1959 – ★★★

    3. September 2026

Impressum · Datenschutzerklärung · © 2026 Antenne Traumstadt