GEFAHR AUS DEM WELTALL
(IT CAME FROM OUTER SPACE, USA, 1953, Regie: Jack Arnold)
Mit GEFAHR AUS DEM WELTALL hat Jack Arnold das Science-Fiction- und Monsterkino der 50er-Jahre beschritten und geprägt. Außerirdische, die mit UFOSs auf die Erde kommen oder Menschen, die mit ihren Raketen zu den Sternen aufbrechen, waren angesagt und tauchten massenweise im US-Kino auf.
Wie in DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT (1951) landet auch hier ein Raumschiff auf der Erde, was sich statt im Eis, im Sandboden von Arizona verbirgt. Den Krater, den es hinterlassen hat, zieht schließlich die Menschen an, allen voran John Putnam (Richard Carlson) und Ellen Fields (Barbara Rush), die Zeugen des mutmaßlichen Meteoriteneinschlags wurden. An Außerirdische will natürlich anfänglich niemand glauben, bis sich die Bewohner einer kleinen Stadt immer sonderbarer verhalten. Die Außerirdischen besitzen nämlich die Fähigkeit, die Körper von Menschen zu steuern, ohne ihnen Schaden zuzufügen. Auch die Außerirdischen aus INVASION VOM MARS aus dem gleichen Jahr besitzen diese Fähigkeit der Fremdsteuerung. Doch hier sind die Außerirdischen in friedlicher Mission unterwegs, denn sie wollen ihr Raumschiff reparieren und möglichst unentdeckt bleiben, was natürlich nicht gelingt. Ihr Erscheinungsbild ist monströs und alles andere als humanoid. Bis auf ein paar kurze Momente bekommt man die Außerirdischen allerdings nicht zu Gesicht, sondern filmt aus ihrer Ego-Perspektiv. Hier steht klar, die Feindlichkeit des Menschen gegenüber des Unbekannten im Vordergrund, was auch ein Grund für die Tarnung der Außerirdischen ist.
Handwerklich ist GEFAHR AUS DEM WELTALL sehr schön gemacht und erinnert von seinem kargen Wüsten-Setting an Arnolds TARANTULA (1955). Doch trotz des spannenden Anfangs braucht die Inszenierung etwas, um zu zünden, und wenn plötzlich mehr Licht in die Sache kommt, ist man bereits am Ende angelangt.
GEFAHR AUS DEM WELTALL ist ein charmanter Auftakt zu Jack Arnolds Sci-Fi-Monsterfilm-Periode, die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren hat.
(Bjoern Candidus)
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