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The Mummy, 1959 – ★★★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

DIE RACHE DER PHARAONEN 
(THE MUMMY, GB, 1959, Regie: Terence Fisher)

Im Jahre 1895 stößt eine Gruppe von Archäologen in Ägypten auf das Grabmal der Prinzessin Ananka. Trotz der Warnung eines Ägypters namens Mehemet Bey, betreten Stephen Bannings und sein Bruder Joseph Whemple das Grabmal. Als Joseph seinen Neffen, John (Peter Cushing), der mit einem gebrochenen Bein im Zelt vor dem Grab wartet, über den Erfolg berichten will, findet sein Vater derweil die Schriftrolle des ewigen Lebens. Er liest aus ihr vor und erweckt damit den Fluch der Prinzessin Ananka. Als man Stephen findet, scheint er den Verstand verloren zu haben und berichtet über eine Mumie, die ihn angegriffen haben soll. Zurück in London wird Stephen Bannings in eine Nervenheilanstalt gebracht. Doch die Rache der Pharaonen ist nicht weit.

Nachdem die Hammer-Studios mit FRANKENSTEINS FLUCH (1957) und DRACULA (1958) zwei riesige Erfolge feierten, ließ ein weiteres weltberühmtes Monster nicht lange auf sich warten. Und so kümmerte sich Regisseur Terence Fisher um das Mumien-Thema, in dem erneut das Erfolgs-Duo Peter Cushing und Christopher Lee aufeinandertreffen.

Von Beginn an erkennt man die Detailfreude, mit der man hier vorgeht, um dem Zuschauer das geheimnisvolle Ägypten zu präsentieren, so wie es im Rahmen der Hammer-Studiokulissen möglich war. Das Grabmal ist gelungen und erstrahlt in geheimnisvollen Farben, die die Atmosphäre direkt hochschrauben. Jack Asher hat hier erneut eine erstklassige Fotografie hingelegt, die den gesamten Film zu einem kleinen Kunstwerk macht. Wenn die Handlung sich nach London verlagert sorgen düstere Bilder für die nötige Horror-Atmosphäre, wie sie auch in DRACULA entfacht wurde. Kräftige Farben, tolle Kostüme und eine hochwertige Ausstattung sorgen dafür, dass man sich rundum wohlfühlen kann. Immer wieder gibt es auch Rückblicke, die einen wieder nach Ägypten führen. Und so wird man Zeuge der Bestattungszeremonie von Prinzessin Ananka und der Mumifizierung von Wächter Kharis. All das ist sehr schön inszeniert, weil alle Hände vor wie hinter der Kamera wunderbar zusammenspielen. Zusätzlichen Zauber liefert Franz Reizenstein mit seinem schönen Score, der Ägypten über das Gehör sichtbar macht. 

Dass Peter Cushing und Christopher Lee die meisten ihrer Filme allein durch ihre Anwesenheit aufwerten, ist nichts Neues, aber hier hängen sie sich mal wieder richtig rein. Cushing liefert meistens ohnehin Action und die Pure Freude am Schauspiel, und das sieht man hier wieder sehr deutlich. Er hat immer Stil, er sieht immer gut aus, er hängt sich immer rein. Aber auch Christopher Lee liefert als Mumie eine starke Performance, die mich schon als Kind begeistert hat, als mir dieser Film im Fernsehen begegnete. Seine Körpergröße von über 1,95m kommt hier richtig gut zur Geltung. Besonders in den Moor-Szenen kann Lee überzeugen, obwohl er jeglicher Mimik beraubt wurde, ausgenommen der Augen. Aber Lee bekommt auch in der Rückblick-Szene die Chance, sein wahres, wenn auch geschminktes Gesicht zu präsentieren. Als Befehlshaber der Mumie fungiert George Pastell als Mehemet Bey, und Michael Ripper darf natürlich auch nicht fehlen, der die Mumie sieht, doch glauben will ihm niemand. Dabei sagt man doch immer, Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit. Die sehr schöne Yvonne Furneaux hat hier gleich eine Doppelrolle als Isobel Banning und Prinzessin Ananka. 

DIE RACHE DER PHARAONEN ist ein spannender, sehr atmosphärischer, stark besetzter Mumien-Horrorfilm, der für mich zu den schönsten Produktionen der Hammer-Studios zählt.

(Bjoern Candidus)

←The Satanic Rites of Dracula, 1973 – ★★
Blood and Black Lace, 1964 – ★★★★½→

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