MÖRDERBIENEN GREIFEN WIEDER AN
(TERROR OUT OF THE SKY, USA, 1978, Regie: Lee H. Katzin)
Einige Wochen nach der Attacke des ersten Bienenschwarms, der erfolgreich vernichtetet werden konnte, sticht die nächste Horde hochgiftiger Bienen zu. Doch der Schwarm hat die Rechnung ohne die Bienenexpertin Jeannie Devereux gemacht, die erneut den Kampf gegen die tödliche Gefahr aufnehmen muss.
Tödliche Bienen summen nicht erst seit MÖRDERBIENEN GREIFEN AN(1976) am Horrorfilm-Himmel. Bereits vor der großen Tier-Horrorfilm-Welle, die durch DER WEISSE HAI (1975) ausgelöst wurde, nahm sich bereits Freddie Francis mit DIE TÖDLICHEN BIENEN (1967) dem Thema an. 1974 folgte KILLER BEES von Curtis Harrington, 1978 die us-amerikanisch-mexikanische Produktion OPERATION TODESSTACHEL und im gleichen Jahr DER TÖDLICHE SCHWARM. Und da es offensichtlich Ende der 1970er-Jahre einfach nicht genug Filme zum Thema gab, spendierte man MÖRDERBIENEN GREIFEN AN mit MÖRDERBIENEN GREIFEN WIEDER AN eine direkte Fortsetzung.
Diesmal führte Lee H. Katzin (TOP SECRET, 1972) die Regie, was nicht der einzige Unterschied ist. Der Charakter der Bienenexpertin Jeannie Devereux wird nämlich diesmal von Tovah Feldshuh statt von Gretchen Corbett verkörpert, was schade ist, da Corbett weitaus sympathischer ist. Insgesamt ist die Besetzung weniger gelungen. Konnten im ersten Teil noch Ben Johnson und Michael Parks mit Charisma glänzen, muss man hier mit Dan Haggerty (ELVES, 1989) verlieb nehmen, der im Grunde nicht mehr macht, als dumm zu gucken. Da auch hier viel geredet wird, um Lösungen für das Problem zu finden, rücken die Figuren natürlich ständig in den Fokus der Inszenierung. Auch die Angriffe der Bienen sind noch limitierter als im Vorgänger, was okay wäre, würde es hier nicht zusätzlich auch an Atmosphäre mangeln. Das New Orleans-Setting weicht einem verhältnismäßig kargen kalifornischen. Alles erscheint sehr viel unliebsamer als im Vorgänger. Immerhin ist man viel in Bewegung und reist von einem Ort zum nächsten, so kommt wenigstens etwas Fahrt auf. Im letzten Drittel kopiert man dann in etwa das Ende von MÖRDERBIENEN GREIFEN AN, aber variiert es, was einigermaßen gelungen ist. Möglicherweise hat sich Stephen King bei den Filmen vom Eingesperrtsein in einem Auto/Bus für seinen Roman „Cujo“ inspirieren lassen.
MÖRDERBIENEN GREIFEN WIEDER AN kann leider nicht mit seinem Vorgänger mithalten, weil er vor allem keine Überraschungen mehr bietet und nur lieblos wiederholt. Dennoch ist er ein handwerklich solide gemachter Tier-Horrorfilm.
(Bjoern Candidus)









