Autor: marco-fritz

  • Omen IV: The Awakening, 1991 – ★½

    Omen IV: The Awakening, 1991 – ★½

    OMEN 4 – DAS ERWACHEN
    (OMEN 4: THE AWAKENING, USA, 1991, Regie: Jorge Montesi, Dominique Othenin-Girard)

    Gene York, ein Kongressabgeordneter und seine Frau, die Anwältin Karen York wollen ein Kind adoptieren, da es auf natürlichem Weg nicht funktioniert. Sie beschließen ein Kind zu adoptieren. Die Wahl fällt auf ein Mädchen, was sie Delia nennen. Die ersten Jahre verlaufen glücklich, doch mit ihrem achten Geburtstag macht Delia langsam eine unschöne Entwicklung durch. Sie legt Gemeinheiten an den Tag, die ihrer Adoptivmutter gar nicht gefallen. Doch das ist nur der Anfang, denn plötzlich kommt es zu einem tödlichen Unfall, und Delias Kindermädchen Josephine und ihr Freund Noah glauben, dass in ihr böse Energien schlummern. Andere glauben gar, dass sie die Tochter des Antichristen sei. 

    Gut 10 Jahre war es still um Damien Thorn und der OMEN-Filmreihe. Plötzlich war die Zeit bei FOX gekommen, um große Klassiker neu aufleben zu lassen, und zwar für das US-Fernsehen. Interessant ist dabei, dass das OMEN 4 – DAS ERWACHEN im Gegensatz zu den USA in vielen Teilen der Erde im Kino ausgewertet wurde, so auch in Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Ein Umstand, der ziemlich verwundert, wenn man sich das Ergebnis anschaut. 

    Regie führte hier anfänglich Dominique Othenin-Girard, der aber während der Dreharbeiten die Koffer packte und das Feld Jorge Montesi überließ. Vermutlich wurde Othenin-Girard irgendwann der Irrsinn bewusst, den er hier verzapfen musste, und Montesi musste dann den Karren aus dem Dreck ziehen. Wie auch immer, das Ergebnis ist mehr schlecht als recht.

    Schon von Beginn an lädt die langweilige und ausdruckslose TV-Film-Ästhetik aus. Hier ist nichts schön, nichts atmosphärisch oder irgendwie anziehend. Über die haarsträubende Story über Delias Existenz +++ Spoiler! Damien hat sie mit Kate gezeugt, bevor er vernichtet wurde +++ kann man sich auslassen, muss man aber nicht, da man als Horror-Fan schon größere Brocken geschluckt hat. Aber man hat den ganz Irrsinn einfach nur unterirdisch inszeniert. Delia, die im Gegensatz zu dem sechsjährigen Damien, ihre Bösartigkeit bewußt auslebt, wenn sie zum Beispiel einem Jungen in der Schule die Brotdose ins Gesicht schlägt oder ihn dazu bringt, in die Hose zu machen, hat die Wirkung einer ätzenden Göre, aber keine Spur einer teuflischen Macht. Asia Vieira mag der Schrecken eines Zehnjährigen sein, aber nicht der eines Erwachsenen, der sich diesen Film anschaut. Völlig unsympathisch ist Faye Grant als Adoptivmutter Karen York, die ich schon in V-DIE AUSSERIRDISCHEN BESUCHER KOMMEN (1983) nicht ertragen habe. Michael Woods als Gene York ist komplett austauschbar wie eigentlich alles und jeder hier. Der einzige Lichtblick ist Michael Lerner als Privatdetektiv Earl, den es aber relativ schnell erwischt. 

    Ganz ansehnlich sind die Tötungen ausgefallen, das Einzige, was hier relativ vernünftig inszeniert wurde. Es gibt z.B. eine Enthauptung, die ganz klar an die Glasscheiben-Szene des ersten Teils angelehnt ist, es kommt zu einem Angriff von Klapperschlangen und eine Abrissbirne wird eingesetzt, um jemanden ins Jenseits zu befördern. In diesen Punkten funktioniert der Film noch relativ gut. Schön sind auch das Aufgreifen des Esoterik-Booms, der in den 90er-Jahren um sich schlug. Es gibt einen spiritistischen Jahrmarkt mit Einhörnern, Kristallen, Wahrsagerei und Aurafotografie. Aber auch in diesen Momenten vermag es keiner der Macher Stil oder Geschick zu beweisen. Neben der Wiederverwertung des bekannten „Ave Satani“ von Jerry Goldsmith, zeichnete sich Jonathan Sheffer für den Score verantwortlich. Dass dieser Goldsmith nicht im Ansatz ersetzten kann, dürfte klar sein. 

    OMEN 4 – DAS ERWACHEN ist eine spannungsarme, teils lächerliche und charakterlose Angelegenheit, die sich auf ein paar nette Momente reduziert. 

    (Bjoern Candidus)

  • The Five Days, 1973 – ★★★

    The Five Days, 1973 – ★★★

    DIE HALUNKEN
    (LE CINQUE GIORNATE, Italien, 1973, Regie: Dario Argento) 

    Ein Film über die Besetzung Mailands durch die Österreicher im Jahre 1848 würde man im Œuvre Argentos erst mal nicht vermuten, und in der Tat war das auch nicht der Plan des Meisters. Zumindest wollte Argento hier gar nicht die Regie übernehmen, die nämlich für Nanni Loy vorgesehen war. Aber da sich Argento sowieso nicht nur auf das Thriller-Kino fixieren wollte, nahm er auf dem Regiestuhl Platz und verfilmte sein Drehbuch, was er mit Luigi Cozzi zusammen schrieb, selbst.

    Was sofort ins Auge stößt ist die schwebende Kamera und die
    starke Fotografie von Luigi Kuveiller, der auch später PROFONDO ROSSO (1975) einfing. Ebenso versiert ist die Ausstattung und Argentos Talent, Architektur, innen wie außen, zu inszenieren. In dem Bereich schimmert der Italiener am meisten durch. Dass Argento auch immer wieder an Humor interessiert ist, zeigt er mit diesem Film am deutlichsten. Der klamaukige Anfang dürfte nicht jedermanns Sache sein. Der Kontrast zwischen Komödie und Historien-Kriegs-Drama ist manchmal sehr hart. Die ein oder andere Gewaltspitze ist schon erstaunlich. Die Inszenierung schmeckt weder nach Fisch noch nach Fleisch, außerdem ist sie mit fast 2 Stunden Spielzeit an manchen Stellen einfach zu lang geraten. Formal gesehen stimmt eigentlich das Meiste, und mit Adriano Celentano und Enzo Cerusico in den Hauptrollen wurde zudem ein sympathisches Duo gefunden, was es durchaus versteht, den Zuschauer auf ihre Seite zu ziehen. 

    DIE HALUNKEN eine Mischung aus Historien-Komödie, Kriegs-Satire mit Abenteuer-Einschlag über den zeitlosen Wahnsinn von Macht- und Eroberungsgeilheit. Der Film sitzt nicht immer, ist etwas zu lang geraten, wurde aber aus technischer Sicht sehr gut umgesetzt.

    (Bjoern Candidus)

  • Damien – Omen II, 1978 – ★★★

    Damien – Omen II, 1978 – ★★★

    DAMIEN – OMEN 2
    (DAMIEN: OMEN 2, USA, 1978, Regie: Don Taylor)

    Als Carl Bugenhagen erfährt, dass Robert Thorn bei dem Versuch, Damien mit den sieben Dolchen von Megiddo (ein Berg in Israel) zu töten, von der Polizei erschossen wurde, informiert er Michael Morgan, einen Freund der Familie Thorn. Morgan glaubt ihm kein Wort, und als ihn Bugenhagen zu einer Ausgrabungsstätte führt, die seine Geschichte beweisen soll, kommen die beiden ums Leben. 

    Sieben Jahre später. Damien lebt bei Roberts Bruder Richard Thorn in Chicago und besucht zusammen mit seinem Cousin Mark eine Militärakademie. Noch ahnt Damien nichts von seiner wahren Bestimmung, doch in seinem Umfeld passieren schreckliche Unfälle, die Feinde hervorbringen, die die Pläne des Teufels durchkreuzen wollen. Langsam findet er heraus, wer er wirklich ist.

    Nachdem der ursprünglich (schon für das Original) vorgesehene Regisseur Mike Hodges nach drei Wochen Dreharbeiten wegen künstlerischen Differenzen von der Fox entlassen wurde, sprang Don Taylor kurzfristig ein, um in die Fußstapfen von Richard Donner und David Seltzer zu treten. 

    Der Film startet mit einer spannenden Eröffnngs-Szene in Israel, die kurz nach den Ereignissen des ersten Teils ansetzt und Leo McKern als Carl Bugenhagen zurückbringt, wenn auch nur kurz. Danach verlässt der Film seinen warmen Schauplatz und wechselt in ein winterliches Chicago. Die Inszenierung sieht gut aus, ist versiert fotografiert von Bill Butler, der ein paar Jahre vorher DER WEISSE HAI (1975) in Bildern festgehalten hat. Doch leider schafft es Taylor nicht, die düstere Stimmung des Originals zu reproduzieren. Er konzentriert sich zu sehr auf die Tötungen, die zwar auch ihre Wirkungen erzielen, aber viel zu wahllos erscheinen. Im Gegensatz zum ersten Teil sind einem hier die meisten Figuren völlig egal, was nicht an den Darstellern, sondern am Drehbuch liegt. Robert Thorns Bruder Richard wird von William Holden dargestellt, seine Frau Ann Thorn von Lee Grant. Damien Thorn wird diesmal von Jonathan Scott-Taylor verkörpert, der durchaus passt und natürlich die interessanteste Figur des Films darstellt. Ihm wird diesmal Lance Henriksen als Sergeant Neff an die Seite gestellt, der ihm flüstert, wer er wirklich ist. Des Weiteren sind Robert Foxworth, Nicolas Pryor und Ian Hendry an Bord. 

    Das Hauptproblem ist die Story, die in großen Teilen die seines Vorgängers kopiert. Man bekommt zwar mehr Einblicke in das Thorn Familien-Imperium geliefert, die auch für den dritten Teil wichtig sind, aber alles wird nur vage angeschnitten, da man sich vielmehr auf blutige Schauwerte konzentriert. Immerhin gibt es auch hier reichlich religiöse Relikte zu bestaunen. Was auch wieder gut funktioniert ist der Score von Jerry Goldsmith, der allerdings nicht viel Neues zu bieten hat. 

    Obwohl DAMIEN – OMEN 2 inhaltliche Probleme hat und in Sachen Spannung und Atmosphäre nicht mit seinem Vorgänger mithalten kann, hat Don Taylor dennoch einen kurzweiligen Okkult-Horrorfilm geschaffen, in dem es viel zu sehen gibt. 

    (Bjoern Candidus)

  • The Final Conflict, 1981 – ★★★½

    The Final Conflict, 1981 – ★★★½

    BARBARAS BABY – OMEN 3
    (THE FINAL CONFLICT, GB, USA, 1981, Regie: Graham Baker)

    Damien Thorn ist mittlerweile erwachsen und Präsident des Konzerns „Thorn Industries“. Nebenbei wird er noch zum US-Botschafter in England und zum Präsident der UNO  
    Jugendorganisation ernannt. Seinen Plan, die Menschheit zu unterjochen hält derweil weiter an. Doch auch seine Feinde sind höchst aktiv. Ein Mönchsorden kann die sieben Dolche von Megiddo zurückerobern, die sie dazu einsetzen wollen, Damien Thorn endlich zu vernichten. Aber auch jemand anderes wartet auf seine Chance. In England soll nämlich Jesus Christus höchstpersönlich wieder geboren werden, was Damien dazu veranlasst, alle männlichen Babys töten zu lassen, die am 24. März in England geboren wurden, und das mit Hilfe seiner zahlreichen Jünger, die er mittlerweile um sich gescharrt hat. 

    Da auch DAMIEN – OMEN 2 (1978) fleißig Geld in die Kasse gespült hat, war es nur eine Frage der Zeit, bis eine weitere Fortsetzung entstehen sollte. Diese entstand unter der Regie von Graham Baker nach einem Drehbuch von Andrew Birkin (Drehbuch-Autor von DER NAME DER ROSE, 1986). 

    Die Story ist einige Jahre in der Zukunft angesiedelt, was ein großes Logikproblem mit sich bringt. Damien ist hier, im Jahre 1982, 32 Jahre alt. Wenn er 1971 geboren ist, müsste man das Jahr 2003 schreiben. Hat man diesen Umstand geschluckt, darf man sich als nächstes fragen, warum plötzlich einer der sieben Dolche von Megiddo ausreichen soll, um Damien zur Strecke zu bringen, denn schließlich werden die Attentäter-Mönche separat losgeschickt mit jeweils einem Dolch. Eigentlich müsste man sich das überhaupt nicht fragen, schon gar nicht in einem Film, in dem nicht nur der Antichrist agiert, sondern auch Jesus Christus neugeboren werden soll. Es fällt halt schnell auf, und sein Vorgänger war dahingehen logischer erzählt. Aber Schwamm drüber. BARBARAS BABY – OMEN 3 macht nämlich unter dem Strich mehr richtig als falsch. Graham Baker bringt die düstere und mystische Aura des Original etwas mehr zurück, baut die politischen Strukturen rund um „Thorn Industries“ weiter aus (nur am Rande) und fokussiert sich nicht nur auf die Morde, wobei die zahlreich vertreten sind. Den Schockeffekten fehlt es an der Wucht ihrer Vorgänger, trotzdem ist der Film recht garstig. Die Tötung von Säuglingen ist selten etwas, wofür man Beifall erhält. Ziemlich grandios ist die Szene mit dem vorherigen US-Botschafter, der zum Selbstmord manipuliert wird. Die minutenlange Sequenz gehört zu einer der besten der ganzen Reihe, wie ich finde. 

    Was erneut geglückt ist, ist die Fotografie. Der Film hat wirklich tolle Landschaftsaufnahmen von England zu bieten, wie man sie nur selten im Horrorkino findet. Und was diese Bilder noch mehr veredelt, ist der Score von Jerry Goldsmith. Goldsmith hat die aus den Vorgängern bekannten Stücke komplett abgelegt und einen neuen, unglaublich epochalen Score komponiert, der so klingt, als gäbe es kein Morgen mehr. Der Mann war einfach ein Genie. 

    Waren die Vorgängerfilme gespickt mit mittelalten bis alten Recken des Hollywood-Kinos, geht man hier reduzierter ans Werk und schickt einen noch recht jungen Sam Neill als Damien Thorn ins Rennen. Neill, der im gleichen Jahr in POSSESSION auftauchen sollte, geht ziemlich in der Rolle des Antichristen auf. Wenn er in seinem Dachbodenzimmer um eine gekreuzigte Jesus Christus – Figur herum monologisiert, sieht man ihm sichtlich die Freude am Spiel an. Auch optisch passt er sehr gut zu seinem Vorgänger-Damien Jonathan Scott-Taylor. Heute kennt man Sam Neills Werdegang. Der Mann war nie oben und nie unten, scheint mir. Und die anderen Darsteller, wie Lisa Harrow als Kate Reynolds, die sich dummerweise in Damien verguckt, Don Gordon als Handlager Damiens und Rossano Brazzi als Ober-Mönch De Carlo, sind eben keine großen Kino-Stars wie ein Gregory Peck es war. Aber das macht überhaupt nichts, denn darstellerisch bewegt sich der Film insgesamt auf einem guten Niveau. 

    Die sehr hochgezogene Story um die Wiedergeburt Christi ist natürlich komplett verrückt, aber schließlich wurde auch in dieser Reihe der Antichrist geboren. Mich hat das nie gestört. Interessant ist die Parallele zu Alberto De Martinos DAS OMEN-Antwort INFERNO 2000 (1977), denn der benutzt gewisse Themen und Elemente, die dieser Film hier auch aufgreift. 

    BARBARAS BABY – OMEN 3 sieht phantastisch aus, klingt göttlich und schließt die (jetzt nicht mehr) Trilogie sehr gut ab. 

    (Bjoern Candidus)

  • The Omen, 1976 – ★★★★★

    The Omen, 1976 – ★★★★★

    DAS OMEN
    (THE OMEN, GB, USA, 1976, Regie: Richard Donner) 

    Als das Kind des US-Botschafters Robert Thorn in Rom bei der Geburt stirbt, bekommt er die Möglichkeit, sich eines anderen Babys anzunehmen, dessen Mutter ebenfalls bei der Geburt starb. Er geht den Tausch ein, ohne seiner Frau Katherine davon zu erzählen, die nichts von dem Tod ihres Babys wusste. 

    Fünf Jahre später wird Robert Thron US Botschafter in Großbritannien, wo er fortan mit seiner Frau und „seinem“ Sohn Damien lebt und arbeitet. Doch das neue Glück der Familie hält nicht lange an, denn an Damien sechstem Geburtstag kommt es zu einem schrecklichen Selbstmord seines Kindermädchens. Dann wird Robert Thron von einem mysteriösen Priester aufgesucht, der davon berichtet, dass Damien der Sohn des Teufels sei und seine Frau in höchster Gefahr schwebe. Thorn schenkt dem Ganzen kein Glauben, bis sich ein weiteres Ereignis zuträgt.

    Nachdem der Teufel Warner durch DER EXORZIST (1973) viel Geld brachte, holte sich Fox den Herrn der Fliegen ins Haus, um mit seinem Sohn das Publikum anzuziehen. Die Rechnung ging auf, DAS OMEN wurde zu einem Kassenschlager, der Fortsetzungen und weitere, ähnlich gelagerte Filme nach sich zog. 

    Richard Donner hat hier eine Story und Drehbuch von David Seltzer umgesetzt und damit den teuflischen Mächten frischen Wind eingehaucht. Böse Kinder waren 1976 zwar nichts mehr Neues im Kino, aber Harvey Stephens bringt als gerade mal sechsjähriger Damien eine enorm beängstigende Aura mit, ohne viel zu tun, er muss nur gucken. Die gezielten Schockeffekte, die hier eingesetzt werden und Filme wie FINAL DESTINATION (2000) vorwegnehmen, sind meisterlich inszeniert und haben sich bis heute festgebrannt. Ein Blitzableiter durchbohrt einen Körper, eine Glasscheibe enthauptet einen. Die Mächte des Bösen brauchen keine Hände, um hier zu agieren. Die tödlichen Unfälle, die die Gegner des Bösen ereilen sind nicht nur Highlights des Films, sondern des Genres. Aber Donner verlässt sich nicht nur auf Schocks, sondern liefert auch eine spannende Story mit vielen abwechslungsreichen Schauplätzen und einer enorm dichten Atmosphäre. Alles ist stimmig und vor allem stimmungsvoll. Die Präsenz des Teufels ist allgegenwärtig. Ein wichtiges Element für die enorme Wirkung, die der Film entfacht, ist die Besetzung. Gregory Peck als skeptischer Robert Thorn, Lee Remick als seine Frau, David Warner als Pressefotograf Jennings, Patrick Troughton als mysteriöser Priester Brennan, Leo McKern als helfender Carl Bugenhagen und Billie Whitelaw als diabolische Mrs. Baylock sind allesamt überzeugend in erinnerungswürdigen Rollen. Alles ist perfekt abgestimmt, ohne dabei steif oder dröge zu wirken. Ein weiteres, sehr markantes Element, was den Film noch mehr erhöht, ist der Score von Jerry Goldsmith, der sich erneut als ein Meister der Filmmusik zeigt. Die unheimlichen Gesänge gehen durch Mark und Bein und heizen das Geschehen an oder wiegen einen in eine trügerische Sicherheit. Es herrscht ein perfekter Einklang zwischen der Musik und den Bildern. Der Film sieht phantastisch aus. Gilbert Taylor, der kurz darauf für KRIEG DER STERNE (1977) hinter der Kamera stand, liefert große Bilder und schafft es die unheilschwangere Atmosphäre wie ein Teppich über alle Schauplätze zu legen, die hier aufgesucht werden. 

    Prickelnde Spannung, eine düstere Atmosphäre, treffsichere Schocks, ein gigantischer Score und eine wunderbare Besetzung machen DAS OMEN zu einem Horrorfilm in reinster Form, der zu Recht zu den großen Klassikern des Genres zählt. 

    (Bjoern Candidus)

  • The First Omen, 2024 – ★★★★

    The First Omen, 2024 – ★★★★

    DAS ERSTE OMEN
    (THE FIRST OMEN, USA, 2024, Regie: Arkasha Stevenson)

    Die junge Amerikanerin Margaret Daino wird nach Rom zitiert, wo sie in dem Waisenhaus Vizzardelli im Dienste der Kirche arbeiten soll. Geleitet wird das Heim von der strengen Äbtissin Schwester Silvia. Anfänglich scheint Margaret ihr neuer Wohn- und Arbeitsplatz zu gefallen, und sie findet schnell Anschluss. Dann geschehen unheimliche Dinge, die Zweifel über ihr Umfeld aufkommen lassen. Als sie plötzlich eine Warnung von dem mysteriösen Father Brennan bekommt, verdichten sich ihre Befürchtungen, dass Kardinal Lawrence, Äbtissin Schwester Silvia und ihre Glaubensbrüder und Schwestern etwas Böses im Schilde führen, genauer: sie wollen die Geburt des Sohnes des Antichristen persönlich herbeiführen.

    Manchmal passiert es eben doch! Manchmal kommt ein Sequel, Prequel, Reboot oder Remake um die Ecke, was auch mal inhaltlich Sinn macht, was aufgeht und einen nahtlosen Übergang schafft. Im Fall von DAS ERSTE OMEN handelt es sich um ein Prequel des Horrorklassikers DAS OMEN aus dem Jahre 1976, was die Geschichte weiterführt, die hier gestartet wird. 

    Damien Thorn, der Sohn des Antichristen, muss den meisten Horror-Fans kaum noch vorgestellt werden. Besonders der Kinder-Damien (Harvey Stephens), aus dem ersten Teil, ist zu einer Ikone herangewachsen. Wie, durch wen und warum Damien auf die Welt kam, erzählt DAS ERSTE OMEN, der von der Regisseurin Arkasha Stevenson inszeniert wurde, die hier ihr Spielfilm-Debüt feiert. 

    Obwohl sich der Film inhaltlich und von seinem Setting komplett von der Ur-Trilogie (OMEN 4 – DAS ERWACHEN klammere ich hier aus) unterscheidet, lässt es sich Stevenson natürlich nicht nehmen, auch die aus der Reihe beliebten Schockeffekte einzusetzen, die für mich allerdings nur wenig Highlights geboten haben. Besonders die Eröffnungssequenz habe ich als kleines Ärgernis empfunden. Aber danach wurde alles viel besser. Unangenehm sind die beiden Geburts-Szenen, die für einen Hollywood-Horrorfilm ungewöhnlich hart sind. Es gibt ein paar richtig starke Moment, wenn man einen Dämonen oder gar den Teufel persönlich rudimentär sieht, die mit zum Besten gehören, was ich seit langer Zeit im Bereich des Okkult-/ Teufels-Horror gesehen habe. Aber der Film hat keine Schocks und Blutfontänen nötig, um zu unterhalten. Man bekommt eine spannende, mysteriöse Story mit einer sehr guten Besetzung und einer äußerst dichten Atmosphäre geboten, und all das zusammen ist heute nur noch rar gesät im Kino, vor allem im Horrorkino. Da man sich in Italien, genauer in Rom Anfang der 1970er-Jahre befindet, hat man natürlich das beste Setting, um das Gute gegen das Bösen antreten zu lassen. Die Nähe zum italienischen Horror-Kino ist auffällig, was mir besonders gut gefallen hat. Schon die Ur-Trilogie hat sich vor allem in europäischen Gefilden bewegt. Alles ist in gelblichen und erdigen Farben getränkt, ohne durch ein penetrantes Color Grading zu ertrinken. Auf visueller Ebene wird hier ganz viel Schönheit, aber auch Grausamkeit zelebriert, ohne dass sie aufgesetzt wirkt. Man reproduziert die 70er-Jahre, zeigt das Nachtleben auf den Straßen Roms, geht kurz auf studentische Demonstrationen ein, aber bewegt sich größtenteils in den Mauern des Waisenhauses. Mit 120 Minuten ist auch dieser Film mal wieder etwas zu lang, aber trotzdem gibt es nur wenig störendes Füllmaterial. Und da man darstellerisch in guten Händen ist, ist das alles zu verkraften. Außerdem nehme ich die Ruhe, mit der man hier vorgeht, dankend an. 

    Hauptdarstellerin Nell Tiger Free als Margaret Daino ist nicht nur hübsch und hat Charisma, sie kann auch gut schauspielern. Sie ist klug, handelt besonnen und verkommt nicht zu einer Mimose oder Powerfrau. Ralph Ineson macht als warnender Father Brennan eine gute Figur, die man bereits aus dem Originalfilm kennt, damals dargestellt von Patrick Troughton. Auch die Figur des Father Spiletto wird aufgegriffen. Hier wird er von Anton Alexander dargestellt. Das Nonnen-Biest Schwester Silvia wird von Sonia Braga verkörpert, die sichtlich Spaß in ihrer Rolle hat. Charles Dance ist in der Eröffnungs-Szene als Father Harris zu sehen, während Bill Nighy als Cardinal Lawrence auffährt. Zudem gibt es eine große Anzahl mir unbekannter Darsteller, die aber allesamt gut ins Bild passen. Auf dem Gesichts- und Fratzen-Sektor gibt es hier massig zu entdecken. 

    Aber nicht nur die Augen werden verwöhnt, sondern auch die Ohren. Mark Korven hat einen starken Score gezaubert, der neben den in der Reihe üblichen chorälen Gesängen, auch Erinnerungen an Ligeti und Morricone wach werden lässt, bevor gegen Ende endgültig der Goldsmith-Gänsehaut-Moment kommt.

    Arkasha Stevenson geht respektvoll mit Richard Donners und David Seltzers Originalfilm um und ergänzt ihn mit einer spannenden Vorgeschichte und einer erschreckend plausiblen Erklärung. Obwohl mir immer wieder Filme wie ROSEMARY‘S BABY (1968), SUSPIRIA (1977 / 2018), POSSESSION (1981), THE OTHER HELL (1981), DARK WATERS (1993) oder WARLOCK 2 (1993) in den Sinn gekommen sind, was wohl teilweise auch beabsichtig war, fühlt sich die Inszenierung frisch an. 

    DAS ERSTE OMEN ist eine der bisher größten filmischen Überraschungen des Jahres. 

    (Bjoern Candidus)

  • Farewell to the Planet of the Apes, 1980 – ★★½

    Farewell to the Planet of the Apes, 1980 – ★★½

    PLANET DER AFFEN – DIE SERIE 
    (PLANET OF THE APES, USA, 1974)

    Folge 1: Zurück in die Zukunft

    Eine Raumkapsel mit drei Astronauten stürzt irgendwo mitten in der Pampa ab. Zwei von den drei Astronauten überleben den Absturz, der rein äußerlich nicht viel Schaden an der Kapsel hinterlassen hat. Hilfe kommt schnell von einem herannahenden Menschen in bäuerlicher Kleidung. Dieser schafft die beiden lebenden, aber bewusstlosen Astronauten heraus und versteckt sie. Kurz darauf trifft ein Trupp Affen auf Pferden ein, die den merkwürdigen Himmelskörper untersuchen und sofort eine Suchaktion einläuten, um die Besatzung zu finden. 
    Die beiden Astronauten, die sich als Alan und Peter vorstellen, finden schnell heraus, dass sie auf der Erde im Jahre 3085 sind. Als sie ihr zerstört, es Raumschiff aufsuchen, stellt Alan fest, dass die Daten-Platte fehlt, mit der sie wieder zurück in ihre Zeit kommen können. Doch dann machen sie eine unglaubliche Begegnung und stellen fest, dass die Erde von Affen beherrscht wird, die Menschen unterdrücken, versklaven oder auch töten. Wenig später werden sie von den Affen aufgespürt und festgenommen und Dr. Zaius vorgeführt. Fasziniert von den Neuankömmlingen verhilft ihnen der Schimpansen Galen zur Flucht. 

    Folge 2: Der Gladiator

    Alan, Peter und der Schimpanse Galen sind weiter auf der Flucht vor den Gorillas und gleichzeitig auf der Suche nach der Daten-Platte. Galen vermutet sie in den Händen des ihm bekannten Präfekten Barlow, einem Sammler von Relikten, der über ein kleines Dorf herrscht. Während Galen Barlow weiter Freundschaft vorspielt, geraten Alan und Peter in die Gefangenschaft des Präfekten. Und er hat nichts besseres zu tun, als in einer Arena Peter gegen einen anderen Menschen antreten zu lassen. Doch während des Kampfes trifft der Gorilla-Suchtrupp ein und entdeckt Alan und Peter. Tumult bricht los, bei dem Alan von Peter und Galen getrennt wird. 

    Folge 3: Das Erdbeben

    Alan, Peter und Galen sind wieder vereint und flüchten weiter. In einer zerstörten Stadt der menschlichen Zivilisation stößt Urko und seine Gorilla-Soldaten auf die Flüchtenden. Als es zu einem Erdbeben kommt, fallen Peter und Urko in eine U-Bahnstation und gehen verschütt. Es kommt zu einer Diskussion zwischen Affe und Mensch, bei dem Peter Urko mit Hilfe von alten Plakaten beweisen will, dass die Menschen vor den Affen zivilisiert und hochentwickelt gelebt haben. Urko will das nicht wahr haben, bis er auf ein Bildnis stößt, was einen Gorilla hinter Gittern zeigt.  

    Folge 4: Anto, der Farmer

    Die Flucht der Drei geht weiter, wird aber durch einen Sturz von Galen ausgebremst, da dieser nicht mehr laufen kann. Sie bauen eine trage und suchen Hilfe bei einer Schimpansen-Familie, die eine Farm betreiben. Während Alan und Peter wenig freundlich behandelt werden, bekommt Galen die Hilfe, die er braucht. Die ablehnende Haltung der Schimpansen kann durch das Wissen von Alan und Peter nach und nach gelegt werden, nur Anto, der älteste Sohn des Vaters, macht Probleme. 

    Folge 5: Spuren der Vergangenheit

    Nachdem Alan, Peter und Galen die Farm hinter sich gelassen haben stoßen auf Oakland, was nur noch einer Ruine gleicht. Sie finden einen Computer, der ihnen die Nachricht eines Wissenschaftlers an die Wand projiziert. Die Nachricht handelt vom Erhalt über die menschliche Zivilisation, deren Wissen über die Großstädte in Computern gespeichert ist, damit sie von zukünftigen Generationen entdeckt werden kann. Natürlich ist auch ein Trupp Gorillas nicht weit, die Alan, eine menschliche Frau und ihren Sohn gefangen nehmen. Kurz darauf trifft Dr. Zaius und General Urko ein, um ihren Gefangenen zu verhören. 

    Folge 6: Das Fischerdorf

    Der nächste Halt ist in einem Fischerdorf, was von einem Schimpansen regiert wird. Doch nicht nur der Schimpanse und seine Gorillas werden zum Problem, sondern auch ein Hai, gegen den sie kämpfen müssen. 

    Folge 7: Alte Liebe

    Ein Trupp Gorillas ist Alan, Peter und Galen dicht auf den Versen. Als sie das Feuer eröffnen, treffen sie Alan, können aber entkommen. Hilfe suchen sie bei Dr. Zira, die Galen nur all zu gut kennt. 

    Folge 8: Menschenjagd 

    Wieder suchen die Drei Zuflucht auf einer Farm. Doch Sestus, der Farmer darf nicht wissen, dass Galen von Menschen begleitet wird. Er gehört einem Geheimbund an, den Dragonern, eine Art Affen-Ku-Klux-Klan, der kein menschliches Leben duldet. Nebenbei verliebt sich Sestus blinde Nichte in Peter, im Glauben, er sei ein Affe. 

    Folge 9: Das Pferderennen von Venta

    Erneut gerät einer der Flüchtenden in Gefahr. Galen wird von einem Skorpion gestochen. Sie bekommen Hilfe von Gregor, dem Sohn eines menschlichen Schmieds, der ins naheliegende Dorf reitet, um ein Gegengift zu holen. Damit verstößt er gegen ein Gesetz, was besagt, dass Menschen nicht auf Pferden reiten dürfen. 

    Folge 10: Familienbande

    Auf der Flucht vor einem Gorilla-Trupp wird Peter gefangen genommen und gerät in die Hände einer besonders wissbegierigen Schimpansen-Ärztin. Mittels Folter will sie Peter brechen. Währenddessen suchen Alan und Galen Hilfe. Die Erhofft sich Galen von seinen Eltern. 

    Folge 11: Kampf der Tyrannen

    Als Aboro, ein bösartiger Gorilla, der sich nicht an die Gesetze hält, einen Menschen verletzt und einen anderen tötet, versucht Galen, der die Tat mit seinen Freunden beobachtet hat, seinen Cousin Augustus von den Machenschaften zu berichten. Doch Augustus macht sich bereit für die Ablösung seines Postens als Präfekt der Region. Für diesen Part ist nun Aboro vorgesehen.

    Folge 12: Die Seuche

    Diesmal führt die Flucht von Alan, Peter und Galen in ein Dorf, in dem die Malaria ausgebrochen ist. Sie bieten den erkrankten Menschen ihre Hilfe an, aber auch Urko und Schimpanse Zoran versuchen die Seuche auf ihre Art aufzuhalten. 

    Folge 13: Der Tempel des Todes

    Alan und Peter geraten in die Gefangenschaft von Menschen, die ein Abkommen mit den Affen geschlossen haben. Dieses besagt, dass sie zweimal im Jahr Frauen und Männer erwählen müssen, die den Affen als Minenarbeitern dienen. Brun, der Anführer der Menschen, leitet die Gemeinschaft, die jeden bestraft, der gegen ihre Gesetze verstößt. Brun stellt sich sogar gegen Galen, womit er sich selbst gegen ein Gesetz stellt: Menschen haben Affen nichts zu befehlen. 

    Folge 14: Der Traum vom Fliegen

    In einem Küstengebiete entdecken
    Alan, Peter und Galen einen Drachengleiter am Himmel. Der Gleiter wurde von Leuric, einem Mensch gebaut. Doch ganz in der Nähe entdecken auch zwei Gorillas den „fliegenden Menschen“ und geben ihre Info weiter. Die durchtriebene Schimpansen-Frau Carsia nimmt sich der Sache an und reist mit einem Trupp Gorillas an. 

    ————/

    Nach dem großen Erfolg von PLANET DER AFFEN (1968) und seinen Fortsetzungen im Kino, sollte der Erfolg auch auf das Fernsehen ausgedehnt werden. Produzent der Reihe, Arthur P. Jacobs, verkaufte die Rechte der Reihe nach dem fünften Teil an Fox.
    Und anfänglich sah das Projekt noch interessant aus, denn Rod Serling (THE TWILIGHT ZONE, 1959-1964), der bereits das Drehbuch zu Franklin J. Schaffners Adaption zu Pierre Boulles Roman schrieb, soll die Story konzipieren. Doch diese stieß auf Missfallen, da man auf ein jüngeres Publikum abzielte. Serlings Grundgerüst blieb zwar bestehen, für den eigentlichen Inhalt der jeweiligen Episoden zeichneten sich aber unterschiedliche Autoren verantwortlich. Herbert Hirschman wurde schließlich Produzent der Serie, deren Erfolg leider ausblieb und nach nur einer Staffel eingestellt wurde, ohne ein befriedigendes Ende zu bieten.

    Dabei wäre genügend Potenzial vorhanden gewesen, um eine spannende Serie zu erzählen. Die sehr gut gemachten Affen-Masken sind auch hier wieder vertreten. Man reduziert zwar jede Folge auf, wenige Affen, aber an denen gibt es vom Design her nichts auszusetzen. Auch die Ausstattung der Affenkultur und die Kleidung der Affen orientiert sich an der Kinofilm-Reihe. Es gibt immer wieder kleine, bekannte Relikte zu entdecken, was Spaß macht. Zumindest hat man zu jeder Zeit das Gefühl, sich ein Teil des Kino-Universums anzusehen, wenn auch im TV-Format. Die Ruinenstädte sind einem aus RÜCKKEHR ZUM PLANET DER AFFEN und SCHLACHT UM DEN PLANET DER AFFEN vertraut, aber kommen nur rudimentär vor. Es gibt auch direkte Verweise. So trägt der Wissenschaftler, dessen Bildnachricht an die Wand projiziert wird, die Robe der Mutanten, die in RÜCKKEHR ZUM PLANET DER AFFEN die Bombe anbeten. Die Raumkapsel, mit denen die Astronauten abstürzen ist ebenfalls aus den Kinofilmen bekannt. Man hat zwar in der gleichen Gegend in Kalifornien gedreht, damit einem die Natur vertraut vorkommt, doch leider ist die bekannte Affenstadt nur hin und wieder rudimentär oder durch Archiv-Bilder zu sehen. Man orientiert sich für neue Bauten weitestgehend am bekannten Stil, doch in erster Linie hat man es mit einfachen Holzhütten, Felsen, Wäldern und Farmland zu tun oder ist in Häuserruinen unterwegs, von denen man allerdings immer nur kleine Abschnitte sieht. 

    Auch wenn einem einiges bekannt vorkommt, zeigt sich die Serie natürlich nie so groß wie die Kinofilme. Der TV-Charakter lässt sich zu keiner Zeit verbergen. Chronologisch ist die Serie nach SCHLACHT UM DEN PLANET DER AFFEN angesiedelt, der um 2670 datiert ist. Die Serie spielt im Jahr 3086. Dieses Wissen sollte man allerdings schnell ausblenden, denn die Serie widerspricht sich teilweise selbst und ist manchmal unlogisch, was noch zu verschmerzen ist. Was aber nicht zu verschmerzen ist, ist die Besetzung von den Astronauten Alan Virdon und Peter Burke, die von Ron Harper und James Naughton dargestellt werden. Für mich gehören sie zu einem der unsympathischsten Serien-Duos überhaupt, und gäbe es nicht Roddy McDowall, der hier Galen spielt (und genauso aussieht wie Cornelius), hätte die Serie überhaupt keine Figuren, denen ich etwas abgewinnen könnte. Zaius wird hier von Booth Coleman verkörpert, der leider nicht die Ausstrahlung von Maurice Evans besitzt und zusammen mit Mark Lenard als Urko meistens mehr zum gähnen einlädt. Mit Doktor Zira gibt es eine weitere bekannte Figur, die allerdings nur in einer Folge auftaucht und diesmal von Jacqueline Scott dargestellt wird. Da die Menschen hier sprechen können und weitaus zivilisierter sind als im ersten (und zweiten) Kinofilm, kommt es dadurch zu mehr Spielraum für Nebenrollen. Hier werden die Menschen auch nicht gejagt, sondern als Arbeiter benutzt, denen nichts passiert, solange sie die Gesetze einhalten. 

    Die Ohren müssen diesmal auf Jerry Goldsmith verzichten, aber Lalo Schifrin, Earle Hagen und Richard LaSalle vertreten ihn ganz gut und erwecken immer wieder Erinnerungen an die Kinofilme, bei denen es ja auch wechselnde Komponisten gab.  

    Dass die Folgen fast alle nach dem gleichen Prinzip ablaufen, war ein gängiges Konzept damaliger Serien. Hier wird dieses Konzept binnen 14 Folgen zu Tode geritten. Man flüchtet, wird gefangen genommen oder gerät anderweitig in Gefahr und befreit sich wieder und flüchtet wieder. Zwischenzeitlich hilft man anderen Menschen oder Affen. Es gibt immer wieder gute Ansätze, die aber in der Regel fallengelassen werden. Insgesamt hat die Serie nur wenige Höhen, aber dafür viele Tiefen zu bieten und hinterlässt einen faden Gesamteindruck. 

    Als Fan der alten Kinoreihe, der ich seit den späten 80er-Jahren bin, bin ich froh, dass es die Serie gibt, und in meiner Kindheit gehörte sie zu meinen Highlights im Serien-Bereich. Sie zeigt mir viele weitere Eindrücke eines Universums, was mir grundsätzlich gefällt, nur hier, im Rahmen von 14 Folgen, nicht groß genutzt wird, um es interessant und spannend auszubauen. Und so kann ich PLANET DER AFFEN – DIE SERIE auch nur Fans empfehlen, die von ihren Affen nicht genug bekommen können. 

    So ganz geschlossen wurde das Kapitel um den Planet der Affen nach dieser Serie allerdings noch nicht. Ein Jahr später folgte mit RETURN OF THE PLANET OF THE APES eine 13-teilige Zeichentrickserie. Diese Serie orientiert sich ein bisschen mehr an Pierre Boulles Roman und spielt in einer technologisierten Welt mit Autos und Flugzeugen. Ähnlich wurde es ja bereits damals für den ersten Film angedacht, aber aus Kostengründen wieder fallengelassen. 

    Außerdem folgten einige Comics, so auch von Marvel. Zwischen 1974-1977 brachten sie 29 Ausgaben von PLANET DER AFFEN. Darunter befinden sich die fünf Adaptionen der Kinofilme, sowie eigene Storys, die das Universum phantasievoll ausbauen. 

    (Bjoern Candidus)

  • Life, Liberty and Pursuit on the Planet of the Apes, 1980 – ★★½

    Life, Liberty and Pursuit on the Planet of the Apes, 1980 – ★★½

    PLANET DER AFFEN – DIE SERIE 
    (PLANET OF THE APES, USA, 1974)

    Folge 1: Zurück in die Zukunft

    Eine Raumkapsel mit drei Astronauten stürzt irgendwo mitten in der Pampa ab. Zwei von den drei Astronauten überleben den Absturz, der rein äußerlich nicht viel Schaden an der Kapsel hinterlassen hat. Hilfe kommt schnell von einem herannahenden Menschen in bäuerlicher Kleidung. Dieser schafft die beiden lebenden, aber bewusstlosen Astronauten heraus und versteckt sie. Kurz darauf trifft ein Trupp Affen auf Pferden ein, die den merkwürdigen Himmelskörper untersuchen und sofort eine Suchaktion einläuten, um die Besatzung zu finden. 
    Die beiden Astronauten, die sich als Alan und Peter vorstellen, finden schnell heraus, dass sie auf der Erde im Jahre 3085 sind. Als sie ihr zerstört, es Raumschiff aufsuchen, stellt Alan fest, dass die Daten-Platte fehlt, mit der sie wieder zurück in ihre Zeit kommen können. Doch dann machen sie eine unglaubliche Begegnung und stellen fest, dass die Erde von Affen beherrscht wird, die Menschen unterdrücken, versklaven oder auch töten. Wenig später werden sie von den Affen aufgespürt und festgenommen und Dr. Zaius vorgeführt. Fasziniert von den Neuankömmlingen verhilft ihnen der Schimpansen Galen zur Flucht. 

    Folge 2: Der Gladiator

    Alan, Peter und der Schimpanse Galen sind weiter auf der Flucht vor den Gorillas und gleichzeitig auf der Suche nach der Daten-Platte. Galen vermutet sie in den Händen des ihm bekannten Präfekten Barlow, einem Sammler von Relikten, der über ein kleines Dorf herrscht. Während Galen Barlow weiter Freundschaft vorspielt, geraten Alan und Peter in die Gefangenschaft des Präfekten. Und er hat nichts besseres zu tun, als in einer Arena Peter gegen einen anderen Menschen antreten zu lassen. Doch während des Kampfes trifft der Gorilla-Suchtrupp ein und entdeckt Alan und Peter. Tumult bricht los, bei dem Alan von Peter und Galen getrennt wird. 

    Folge 3: Das Erdbeben

    Alan, Peter und Galen sind wieder vereint und flüchten weiter. In einer zerstörten Stadt der menschlichen Zivilisation stößt Urko und seine Gorilla-Soldaten auf die Flüchtenden. Als es zu einem Erdbeben kommt, fallen Peter und Urko in eine U-Bahnstation und gehen verschütt. Es kommt zu einer Diskussion zwischen Affe und Mensch, bei dem Peter Urko mit Hilfe von alten Plakaten beweisen will, dass die Menschen vor den Affen zivilisiert und hochentwickelt gelebt haben. Urko will das nicht wahr haben, bis er auf ein Bildnis stößt, was einen Gorilla hinter Gittern zeigt.  

    Folge 4: Anto, der Farmer

    Die Flucht der Drei geht weiter, wird aber durch einen Sturz von Galen ausgebremst, da dieser nicht mehr laufen kann. Sie bauen eine trage und suchen Hilfe bei einer Schimpansen-Familie, die eine Farm betreiben. Während Alan und Peter wenig freundlich behandelt werden, bekommt Galen die Hilfe, die er braucht. Die ablehnende Haltung der Schimpansen kann durch das Wissen von Alan und Peter nach und nach gelegt werden, nur Anto, der älteste Sohn des Vaters, macht Probleme. 

    Folge 5: Spuren der Vergangenheit

    Nachdem Alan, Peter und Galen die Farm hinter sich gelassen haben stoßen auf Oakland, was nur noch einer Ruine gleicht. Sie finden einen Computer, der ihnen die Nachricht eines Wissenschaftlers an die Wand projiziert. Die Nachricht handelt vom Erhalt über die menschliche Zivilisation, deren Wissen über die Großstädte in Computern gespeichert ist, damit sie von zukünftigen Generationen entdeckt werden kann. Natürlich ist auch ein Trupp Gorillas nicht weit, die Alan, eine menschliche Frau und ihren Sohn gefangen nehmen. Kurz darauf trifft Dr. Zaius und General Urko ein, um ihren Gefangenen zu verhören. 

    Folge 6: Das Fischerdorf

    Der nächste Halt ist in einem Fischerdorf, was von einem Schimpansen regiert wird. Doch nicht nur der Schimpanse und seine Gorillas werden zum Problem, sondern auch ein Hai, gegen den sie kämpfen müssen. 

    Folge 7: Alte Liebe

    Ein Trupp Gorillas ist Alan, Peter und Galen dicht auf den Versen. Als sie das Feuer eröffnen, treffen sie Alan, können aber entkommen. Hilfe suchen sie bei Dr. Zira, die Galen nur all zu gut kennt. 

    Folge 8: Menschenjagd 

    Wieder suchen die Drei Zuflucht auf einer Farm. Doch Sestus, der Farmer darf nicht wissen, dass Galen von Menschen begleitet wird. Er gehört einem Geheimbund an, den Dragonern, eine Art Affen-Ku-Klux-Klan, der kein menschliches Leben duldet. Nebenbei verliebt sich Sestus blinde Nichte in Peter, im Glauben, er sei ein Affe. 

    Folge 9: Das Pferderennen von Venta

    Erneut gerät einer der Flüchtenden in Gefahr. Galen wird von einem Skorpion gestochen. Sie bekommen Hilfe von Gregor, dem Sohn eines menschlichen Schmieds, der ins naheliegende Dorf reitet, um ein Gegengift zu holen. Damit verstößt er gegen ein Gesetz, was besagt, dass Menschen nicht auf Pferden reiten dürfen. 

    Folge 10: Familienbande

    Auf der Flucht vor einem Gorilla-Trupp wird Peter gefangen genommen und gerät in die Hände einer besonders wissbegierigen Schimpansen-Ärztin. Mittels Folter will sie Peter brechen. Währenddessen suchen Alan und Galen Hilfe. Die Erhofft sich Galen von seinen Eltern. 

    Folge 11: Kampf der Tyrannen

    Als Aboro, ein bösartiger Gorilla, der sich nicht an die Gesetze hält, einen Menschen verletzt und einen anderen tötet, versucht Galen, der die Tat mit seinen Freunden beobachtet hat, seinen Cousin Augustus von den Machenschaften zu berichten. Doch Augustus macht sich bereit für die Ablösung seines Postens als Präfekt der Region. Für diesen Part ist nun Aboro vorgesehen.

    Folge 12: Die Seuche

    Diesmal führt die Flucht von Alan, Peter und Galen in ein Dorf, in dem die Malaria ausgebrochen ist. Sie bieten den erkrankten Menschen ihre Hilfe an, aber auch Urko und Schimpanse Zoran versuchen die Seuche auf ihre Art aufzuhalten. 

    Folge 13: Der Tempel des Todes

    Alan und Peter geraten in die Gefangenschaft von Menschen, die ein Abkommen mit den Affen geschlossen haben. Dieses besagt, dass sie zweimal im Jahr Frauen und Männer erwählen müssen, die den Affen als Minenarbeitern dienen. Brun, der Anführer der Menschen, leitet die Gemeinschaft, die jeden bestraft, der gegen ihre Gesetze verstößt. Brun stellt sich sogar gegen Galen, womit er sich selbst gegen ein Gesetz stellt: Menschen haben Affen nichts zu befehlen. 

    Folge 14: Der Traum vom Fliegen

    In einem Küstengebiete entdecken
    Alan, Peter und Galen einen Drachengleiter am Himmel. Der Gleiter wurde von Leuric, einem Mensch gebaut. Doch ganz in der Nähe entdecken auch zwei Gorillas den „fliegenden Menschen“ und geben ihre Info weiter. Die durchtriebene Schimpansen-Frau Carsia nimmt sich der Sache an und reist mit einem Trupp Gorillas an. 

    ————/

    Nach dem großen Erfolg von PLANET DER AFFEN (1968) und seinen Fortsetzungen im Kino, sollte der Erfolg auch auf das Fernsehen ausgedehnt werden. Produzent der Reihe, Arthur P. Jacobs, verkaufte die Rechte der Reihe nach dem fünften Teil an Fox.
    Und anfänglich sah das Projekt noch interessant aus, denn Rod Serling (THE TWILIGHT ZONE, 1959-1964), der bereits das Drehbuch zu Franklin J. Schaffners Adaption zu Pierre Boulles Roman schrieb, soll die Story konzipieren. Doch diese stieß auf Missfallen, da man auf ein jüngeres Publikum abzielte. Serlings Grundgerüst blieb zwar bestehen, für den eigentlichen Inhalt der jeweiligen Episoden zeichneten sich aber unterschiedliche Autoren verantwortlich. Herbert Hirschman wurde schließlich Produzent der Serie, deren Erfolg leider ausblieb und nach nur einer Staffel eingestellt wurde, ohne ein befriedigendes Ende zu bieten.

    Dabei wäre genügend Potenzial vorhanden gewesen, um eine spannende Serie zu erzählen. Die sehr gut gemachten Affen-Masken sind auch hier wieder vertreten. Man reduziert zwar jede Folge auf, wenige Affen, aber an denen gibt es vom Design her nichts auszusetzen. Auch die Ausstattung der Affenkultur und die Kleidung der Affen orientiert sich an der Kinofilm-Reihe. Es gibt immer wieder kleine, bekannte Relikte zu entdecken, was Spaß macht. Zumindest hat man zu jeder Zeit das Gefühl, sich ein Teil des Kino-Universums anzusehen, wenn auch im TV-Format. Die Ruinenstädte sind einem aus RÜCKKEHR ZUM PLANET DER AFFEN und SCHLACHT UM DEN PLANET DER AFFEN vertraut, aber kommen nur rudimentär vor. Es gibt auch direkte Verweise. So trägt der Wissenschaftler, dessen Bildnachricht an die Wand projiziert wird, die Robe der Mutanten, die in RÜCKKEHR ZUM PLANET DER AFFEN die Bombe anbeten. Die Raumkapsel, mit denen die Astronauten abstürzen ist ebenfalls aus den Kinofilmen bekannt. Man hat zwar in der gleichen Gegend in Kalifornien gedreht, damit einem die Natur vertraut vorkommt, doch leider ist die bekannte Affenstadt nur hin und wieder rudimentär oder durch Archiv-Bilder zu sehen. Man orientiert sich für neue Bauten weitestgehend am bekannten Stil, doch in erster Linie hat man es mit einfachen Holzhütten, Felsen, Wäldern und Farmland zu tun oder ist in Häuserruinen unterwegs, von denen man allerdings immer nur kleine Abschnitte sieht. 

    Auch wenn einem einiges bekannt vorkommt, zeigt sich die Serie natürlich nie so groß wie die Kinofilme. Der TV-Charakter lässt sich zu keiner Zeit verbergen. Chronologisch ist die Serie nach SCHLACHT UM DEN PLANET DER AFFEN angesiedelt, der um 2670 datiert ist. Die Serie spielt im Jahr 3086. Dieses Wissen sollte man allerdings schnell ausblenden, denn die Serie widerspricht sich teilweise selbst und ist manchmal unlogisch, was noch zu verschmerzen ist. Was aber nicht zu verschmerzen ist, ist die Besetzung von den Astronauten Alan Virdon und Peter Burke, die von Ron Harper und James Naughton dargestellt werden. Für mich gehören sie zu einem der unsympathischsten Serien-Duos überhaupt, und gäbe es nicht Roddy McDowall, der hier Galen spielt (und genauso aussieht wie Cornelius), hätte die Serie überhaupt keine Figuren, denen ich etwas abgewinnen könnte. Zaius wird hier von Booth Coleman verkörpert, der leider nicht die Ausstrahlung von Maurice Evans besitzt und zusammen mit Mark Lenard als Urko meistens mehr zum gähnen einlädt. Mit Doktor Zira gibt es eine weitere bekannte Figur, die allerdings nur in einer Folge auftaucht und diesmal von Jacqueline Scott dargestellt wird. Da die Menschen hier sprechen können und weitaus zivilisierter sind als im ersten (und zweiten) Kinofilm, kommt es dadurch zu mehr Spielraum für Nebenrollen. Hier werden die Menschen auch nicht gejagt, sondern als Arbeiter benutzt, denen nichts passiert, solange sie die Gesetze einhalten. 

    Die Ohren müssen diesmal auf Jerry Goldsmith verzichten, aber Lalo Schifrin, Earle Hagen und Richard LaSalle vertreten ihn ganz gut und erwecken immer wieder Erinnerungen an die Kinofilme, bei denen es ja auch wechselnde Komponisten gab.  

    Dass die Folgen fast alle nach dem gleichen Prinzip ablaufen, war ein gängiges Konzept damaliger Serien. Hier wird dieses Konzept binnen 14 Folgen zu Tode geritten. Man flüchtet, wird gefangen genommen oder gerät anderweitig in Gefahr und befreit sich wieder und flüchtet wieder. Zwischenzeitlich hilft man anderen Menschen oder Affen. Es gibt immer wieder gute Ansätze, die aber in der Regel fallengelassen werden. Insgesamt hat die Serie nur wenige Höhen, aber dafür viele Tiefen zu bieten und hinterlässt einen faden Gesamteindruck. 

    Als Fan der alten Kinoreihe, der ich seit den späten 80er-Jahren bin, bin ich froh, dass es die Serie gibt, und in meiner Kindheit gehörte sie zu meinen Highlights im Serien-Bereich. Sie zeigt mir viele weitere Eindrücke eines Universums, was mir grundsätzlich gefällt, nur hier, im Rahmen von 14 Folgen, nicht groß genutzt wird, um es interessant und spannend auszubauen. Und so kann ich PLANET DER AFFEN – DIE SERIE auch nur Fans empfehlen, die von ihren Affen nicht genug bekommen können. 

    So ganz geschlossen wurde das Kapitel um den Planet der Affen nach dieser Serie allerdings noch nicht. Ein Jahr später folgte mit RETURN OF THE PLANET OF THE APES eine 13-teilige Zeichentrickserie. Diese Serie orientiert sich ein bisschen mehr an Pierre Boulles Roman und spielt in einer technologisierten Welt mit Autos und Flugzeugen. Ähnlich wurde es ja bereits damals für den ersten Film angedacht, aber aus Kostengründen wieder fallengelassen. 

    Außerdem folgten einige Comics, so auch von Marvel. Zwischen 1974-1977 brachten sie 29 Ausgaben von PLANET DER AFFEN. Darunter befinden sich die fünf Adaptionen der Kinofilme, sowie eigene Storys, die das Universum phantasievoll ausbauen. 

    (Bjoern Candidus)

  • The Forgotten City of the Planet of the Apes, 1980 – ★★½

    The Forgotten City of the Planet of the Apes, 1980 – ★★½

    PLANET DER AFFEN – DIE SERIE 
    (PLANET OF THE APES, USA, 1974)

    Folge 1: Zurück in die Zukunft

    Eine Raumkapsel mit drei Astronauten stürzt irgendwo mitten in der Pampa ab. Zwei von den drei Astronauten überleben den Absturz, der rein äußerlich nicht viel Schaden an der Kapsel hinterlassen hat. Hilfe kommt schnell von einem herannahenden Menschen in bäuerlicher Kleidung. Dieser schafft die beiden lebenden, aber bewusstlosen Astronauten heraus und versteckt sie. Kurz darauf trifft ein Trupp Affen auf Pferden ein, die den merkwürdigen Himmelskörper untersuchen und sofort eine Suchaktion einläuten, um die Besatzung zu finden. 
    Die beiden Astronauten, die sich als Alan und Peter vorstellen, finden schnell heraus, dass sie auf der Erde im Jahre 3085 sind. Als sie ihr zerstört, es Raumschiff aufsuchen, stellt Alan fest, dass die Daten-Platte fehlt, mit der sie wieder zurück in ihre Zeit kommen können. Doch dann machen sie eine unglaubliche Begegnung und stellen fest, dass die Erde von Affen beherrscht wird, die Menschen unterdrücken, versklaven oder auch töten. Wenig später werden sie von den Affen aufgespürt und festgenommen und Dr. Zaius vorgeführt. Fasziniert von den Neuankömmlingen verhilft ihnen der Schimpansen Galen zur Flucht. 

    Folge 2: Der Gladiator

    Alan, Peter und der Schimpanse Galen sind weiter auf der Flucht vor den Gorillas und gleichzeitig auf der Suche nach der Daten-Platte. Galen vermutet sie in den Händen des ihm bekannten Präfekten Barlow, einem Sammler von Relikten, der über ein kleines Dorf herrscht. Während Galen Barlow weiter Freundschaft vorspielt, geraten Alan und Peter in die Gefangenschaft des Präfekten. Und er hat nichts besseres zu tun, als in einer Arena Peter gegen einen anderen Menschen antreten zu lassen. Doch während des Kampfes trifft der Gorilla-Suchtrupp ein und entdeckt Alan und Peter. Tumult bricht los, bei dem Alan von Peter und Galen getrennt wird. 

    Folge 3: Das Erdbeben

    Alan, Peter und Galen sind wieder vereint und flüchten weiter. In einer zerstörten Stadt der menschlichen Zivilisation stößt Urko und seine Gorilla-Soldaten auf die Flüchtenden. Als es zu einem Erdbeben kommt, fallen Peter und Urko in eine U-Bahnstation und gehen verschütt. Es kommt zu einer Diskussion zwischen Affe und Mensch, bei dem Peter Urko mit Hilfe von alten Plakaten beweisen will, dass die Menschen vor den Affen zivilisiert und hochentwickelt gelebt haben. Urko will das nicht wahr haben, bis er auf ein Bildnis stößt, was einen Gorilla hinter Gittern zeigt.  

    Folge 4: Anto, der Farmer

    Die Flucht der Drei geht weiter, wird aber durch einen Sturz von Galen ausgebremst, da dieser nicht mehr laufen kann. Sie bauen eine trage und suchen Hilfe bei einer Schimpansen-Familie, die eine Farm betreiben. Während Alan und Peter wenig freundlich behandelt werden, bekommt Galen die Hilfe, die er braucht. Die ablehnende Haltung der Schimpansen kann durch das Wissen von Alan und Peter nach und nach gelegt werden, nur Anto, der älteste Sohn des Vaters, macht Probleme. 

    Folge 5: Spuren der Vergangenheit

    Nachdem Alan, Peter und Galen die Farm hinter sich gelassen haben stoßen auf Oakland, was nur noch einer Ruine gleicht. Sie finden einen Computer, der ihnen die Nachricht eines Wissenschaftlers an die Wand projiziert. Die Nachricht handelt vom Erhalt über die menschliche Zivilisation, deren Wissen über die Großstädte in Computern gespeichert ist, damit sie von zukünftigen Generationen entdeckt werden kann. Natürlich ist auch ein Trupp Gorillas nicht weit, die Alan, eine menschliche Frau und ihren Sohn gefangen nehmen. Kurz darauf trifft Dr. Zaius und General Urko ein, um ihren Gefangenen zu verhören. 

    Folge 6: Das Fischerdorf

    Der nächste Halt ist in einem Fischerdorf, was von einem Schimpansen regiert wird. Doch nicht nur der Schimpanse und seine Gorillas werden zum Problem, sondern auch ein Hai, gegen den sie kämpfen müssen. 

    Folge 7: Alte Liebe

    Ein Trupp Gorillas ist Alan, Peter und Galen dicht auf den Versen. Als sie das Feuer eröffnen, treffen sie Alan, können aber entkommen. Hilfe suchen sie bei Dr. Zira, die Galen nur all zu gut kennt. 

    Folge 8: Menschenjagd 

    Wieder suchen die Drei Zuflucht auf einer Farm. Doch Sestus, der Farmer darf nicht wissen, dass Galen von Menschen begleitet wird. Er gehört einem Geheimbund an, den Dragonern, eine Art Affen-Ku-Klux-Klan, der kein menschliches Leben duldet. Nebenbei verliebt sich Sestus blinde Nichte in Peter, im Glauben, er sei ein Affe. 

    Folge 9: Das Pferderennen von Venta

    Erneut gerät einer der Flüchtenden in Gefahr. Galen wird von einem Skorpion gestochen. Sie bekommen Hilfe von Gregor, dem Sohn eines menschlichen Schmieds, der ins naheliegende Dorf reitet, um ein Gegengift zu holen. Damit verstößt er gegen ein Gesetz, was besagt, dass Menschen nicht auf Pferden reiten dürfen. 

    Folge 10: Familienbande

    Auf der Flucht vor einem Gorilla-Trupp wird Peter gefangen genommen und gerät in die Hände einer besonders wissbegierigen Schimpansen-Ärztin. Mittels Folter will sie Peter brechen. Währenddessen suchen Alan und Galen Hilfe. Die Erhofft sich Galen von seinen Eltern. 

    Folge 11: Kampf der Tyrannen

    Als Aboro, ein bösartiger Gorilla, der sich nicht an die Gesetze hält, einen Menschen verletzt und einen anderen tötet, versucht Galen, der die Tat mit seinen Freunden beobachtet hat, seinen Cousin Augustus von den Machenschaften zu berichten. Doch Augustus macht sich bereit für die Ablösung seines Postens als Präfekt der Region. Für diesen Part ist nun Aboro vorgesehen.

    Folge 12: Die Seuche

    Diesmal führt die Flucht von Alan, Peter und Galen in ein Dorf, in dem die Malaria ausgebrochen ist. Sie bieten den erkrankten Menschen ihre Hilfe an, aber auch Urko und Schimpanse Zoran versuchen die Seuche auf ihre Art aufzuhalten. 

    Folge 13: Der Tempel des Todes

    Alan und Peter geraten in die Gefangenschaft von Menschen, die ein Abkommen mit den Affen geschlossen haben. Dieses besagt, dass sie zweimal im Jahr Frauen und Männer erwählen müssen, die den Affen als Minenarbeitern dienen. Brun, der Anführer der Menschen, leitet die Gemeinschaft, die jeden bestraft, der gegen ihre Gesetze verstößt. Brun stellt sich sogar gegen Galen, womit er sich selbst gegen ein Gesetz stellt: Menschen haben Affen nichts zu befehlen. 

    Folge 14: Der Traum vom Fliegen

    In einem Küstengebiete entdecken
    Alan, Peter und Galen einen Drachengleiter am Himmel. Der Gleiter wurde von Leuric, einem Mensch gebaut. Doch ganz in der Nähe entdecken auch zwei Gorillas den „fliegenden Menschen“ und geben ihre Info weiter. Die durchtriebene Schimpansen-Frau Carsia nimmt sich der Sache an und reist mit einem Trupp Gorillas an. 

    ————/

    Nach dem großen Erfolg von PLANET DER AFFEN (1968) und seinen Fortsetzungen im Kino, sollte der Erfolg auch auf das Fernsehen ausgedehnt werden. Produzent der Reihe, Arthur P. Jacobs, verkaufte die Rechte der Reihe nach dem fünften Teil an Fox.
    Und anfänglich sah das Projekt noch interessant aus, denn Rod Serling (THE TWILIGHT ZONE, 1959-1964), der bereits das Drehbuch zu Franklin J. Schaffners Adaption zu Pierre Boulles Roman schrieb, soll die Story konzipieren. Doch diese stieß auf Missfallen, da man auf ein jüngeres Publikum abzielte. Serlings Grundgerüst blieb zwar bestehen, für den eigentlichen Inhalt der jeweiligen Episoden zeichneten sich aber unterschiedliche Autoren verantwortlich. Herbert Hirschman wurde schließlich Produzent der Serie, deren Erfolg leider ausblieb und nach nur einer Staffel eingestellt wurde, ohne ein befriedigendes Ende zu bieten.

    Dabei wäre genügend Potenzial vorhanden gewesen, um eine spannende Serie zu erzählen. Die sehr gut gemachten Affen-Masken sind auch hier wieder vertreten. Man reduziert zwar jede Folge auf, wenige Affen, aber an denen gibt es vom Design her nichts auszusetzen. Auch die Ausstattung der Affenkultur und die Kleidung der Affen orientiert sich an der Kinofilm-Reihe. Es gibt immer wieder kleine, bekannte Relikte zu entdecken, was Spaß macht. Zumindest hat man zu jeder Zeit das Gefühl, sich ein Teil des Kino-Universums anzusehen, wenn auch im TV-Format. Die Ruinenstädte sind einem aus RÜCKKEHR ZUM PLANET DER AFFEN und SCHLACHT UM DEN PLANET DER AFFEN vertraut, aber kommen nur rudimentär vor. Es gibt auch direkte Verweise. So trägt der Wissenschaftler, dessen Bildnachricht an die Wand projiziert wird, die Robe der Mutanten, die in RÜCKKEHR ZUM PLANET DER AFFEN die Bombe anbeten. Die Raumkapsel, mit denen die Astronauten abstürzen ist ebenfalls aus den Kinofilmen bekannt. Man hat zwar in der gleichen Gegend in Kalifornien gedreht, damit einem die Natur vertraut vorkommt, doch leider ist die bekannte Affenstadt nur hin und wieder rudimentär oder durch Archiv-Bilder zu sehen. Man orientiert sich für neue Bauten weitestgehend am bekannten Stil, doch in erster Linie hat man es mit einfachen Holzhütten, Felsen, Wäldern und Farmland zu tun oder ist in Häuserruinen unterwegs, von denen man allerdings immer nur kleine Abschnitte sieht. 

    Auch wenn einem einiges bekannt vorkommt, zeigt sich die Serie natürlich nie so groß wie die Kinofilme. Der TV-Charakter lässt sich zu keiner Zeit verbergen. Chronologisch ist die Serie nach SCHLACHT UM DEN PLANET DER AFFEN angesiedelt, der um 2670 datiert ist. Die Serie spielt im Jahr 3086. Dieses Wissen sollte man allerdings schnell ausblenden, denn die Serie widerspricht sich teilweise selbst und ist manchmal unlogisch, was noch zu verschmerzen ist. Was aber nicht zu verschmerzen ist, ist die Besetzung von den Astronauten Alan Virdon und Peter Burke, die von Ron Harper und James Naughton dargestellt werden. Für mich gehören sie zu einem der unsympathischsten Serien-Duos überhaupt, und gäbe es nicht Roddy McDowall, der hier Galen spielt (und genauso aussieht wie Cornelius), hätte die Serie überhaupt keine Figuren, denen ich etwas abgewinnen könnte. Zaius wird hier von Booth Coleman verkörpert, der leider nicht die Ausstrahlung von Maurice Evans besitzt und zusammen mit Mark Lenard als Urko meistens mehr zum gähnen einlädt. Mit Doktor Zira gibt es eine weitere bekannte Figur, die allerdings nur in einer Folge auftaucht und diesmal von Jacqueline Scott dargestellt wird. Da die Menschen hier sprechen können und weitaus zivilisierter sind als im ersten (und zweiten) Kinofilm, kommt es dadurch zu mehr Spielraum für Nebenrollen. Hier werden die Menschen auch nicht gejagt, sondern als Arbeiter benutzt, denen nichts passiert, solange sie die Gesetze einhalten. 

    Die Ohren müssen diesmal auf Jerry Goldsmith verzichten, aber Lalo Schifrin, Earle Hagen und Richard LaSalle vertreten ihn ganz gut und erwecken immer wieder Erinnerungen an die Kinofilme, bei denen es ja auch wechselnde Komponisten gab.  

    Dass die Folgen fast alle nach dem gleichen Prinzip ablaufen, war ein gängiges Konzept damaliger Serien. Hier wird dieses Konzept binnen 14 Folgen zu Tode geritten. Man flüchtet, wird gefangen genommen oder gerät anderweitig in Gefahr und befreit sich wieder und flüchtet wieder. Zwischenzeitlich hilft man anderen Menschen oder Affen. Es gibt immer wieder gute Ansätze, die aber in der Regel fallengelassen werden. Insgesamt hat die Serie nur wenige Höhen, aber dafür viele Tiefen zu bieten und hinterlässt einen faden Gesamteindruck. 

    Als Fan der alten Kinoreihe, der ich seit den späten 80er-Jahren bin, bin ich froh, dass es die Serie gibt, und in meiner Kindheit gehörte sie zu meinen Highlights im Serien-Bereich. Sie zeigt mir viele weitere Eindrücke eines Universums, was mir grundsätzlich gefällt, nur hier, im Rahmen von 14 Folgen, nicht groß genutzt wird, um es interessant und spannend auszubauen. Und so kann ich PLANET DER AFFEN – DIE SERIE auch nur Fans empfehlen, die von ihren Affen nicht genug bekommen können. 

    So ganz geschlossen wurde das Kapitel um den Planet der Affen nach dieser Serie allerdings noch nicht. Ein Jahr später folgte mit RETURN OF THE PLANET OF THE APES eine 13-teilige Zeichentrickserie. Diese Serie orientiert sich ein bisschen mehr an Pierre Boulles Roman und spielt in einer technologisierten Welt mit Autos und Flugzeugen. Ähnlich wurde es ja bereits damals für den ersten Film angedacht, aber aus Kostengründen wieder fallengelassen. 

    Außerdem folgten einige Comics, so auch von Marvel. Zwischen 1974-1977 brachten sie 29 Ausgaben von PLANET DER AFFEN. Darunter befinden sich die fünf Adaptionen der Kinofilme, sowie eigene Storys, die das Universum phantasievoll ausbauen. 

    (Bjoern Candidus)

  • The Boogey Man, 1980 – ★★★

    The Boogey Man, 1980 – ★★★

    THE BOOGEY MAN 
    (USA, 1980, Regie: Ulli Lommel) 

    Willy ist traumatisiert und stumm. In seiner Kindheit hat er den Liebhaber seiner Mutter getötet. 20 Jahre später leidet er noch immer unter seiner Tat. Auch seine Schwester Lacey hat die Vergangenheit nicht verarbeitet und so empfiehlt ihr Dr. Warren eine Konfrontationstherapie. Sie fährt gemeinsam mit ihrem Mann Jake raus, um das elterliche Haus aufzusuchen. Bei der Besichtigung des Hauses, was die aktuellen Besitzer verkaufen wollen, hat Lacey eine Vision des Liebhabers ihrer Mutter, der sich ihm Spiegel aufrichtet und sie anstarrt. Sie zerstört den Spiegel. Damit beginnt der Schrecken, der bereits seinen Bruder Willy eingeholt hat. 

    An Abwechslung hat es in der Welt von Ulli Lommel nie gemangelt. Als Darsteller war er bei Fassbinder zu sehen, als Regisseur (DIE ZÄRTLICHKEIT DER WÖLFE, 1973) drehte er mit Andy Warhol (COCAIN COWBOYS, 1979 / BLACK GENERATION, 1980), bevor er sich in die Welt der 80er-Jahre Thriller, Horror- und Actionfilme bis hin zu Daniel Kübelböck (DANIEL DER ZAUBERER, 2004) und seinen sonderbaren Zodiak Killer – Ausflügen (Ulli Lommel‘s ZODIAC KILLER, 2005 / CURSE OF THE ZODIAC, 2007) durcharbeitete. 

    Mit THE BOOGEY MAN, der ziemlich erfolgreich im Kino lief und gerade mal 300.000 $ gekostet hat, gelang Lommel ein durchaus ansehnlicher Horrorfilm, der auf geschickte Art den Slasher- mit dem Dämonen-Horror verknüpft. HALLOWEEN (1978) trifft auf DER EXORZIST (1973) und AMITYVILLE HORROR (1979), könnte man vereinfacht sagen, und trotzdem bietet der Film etwas ganz Eigenes. Besonders in der Rückblick-Sequenz, direkt am Anfang, wird die Nähe zu HALLOWEEN deutlich, wenn man das Haus des Geschehens sieht, Willy zum Messer greift, den Liebhaber der Mutter ersticht und es dann zu einem Zeitsprung kommt. Andererseits wird hier auch eine direkte Begründung mitgeliefert, denn bevor der Stecher der Mutter das Zeitliche segnet, setzt es Prügel von ihm, und anschließend fesselt er Willy ans Bett. Doch dann befreit ihm seine Schwester… 

    Nach dieser gelungenen Eröffnung wird es erst mal etwas entspannter, bevor Lommel dann nach und nach die Spannung erhöht. Besonders gelungen ist die bedrückende Stimmung und die farbige Lichtgestaltung. Die durchaus blutigen Morde und die alptraumhafte Atmosphäre mancher Szenen hat mich auch an Lucio Fulci (und den späten Lenzi) erinnert. Am Ende wird dieser Eindruck besonders deutlich, wobei sich da noch mehr DER EXORZIST aufdrängt. Der titelgebende „Boogey Man“, der durch die Zerstörung eines Spiegels befreit wird und nun durch eine Spielscherbe wirkt, ist simpel, aber wirksam. Das Unnahbare, was man lediglich atmen hört, sorgt für Grusel, der allerdings ein weiteres Mal an den guten alten Michael Myers erinnert. Carpenter drängt sich einem auch bei dem sehr starken Score von Tim Krog auf. 
    Leichte Abstriche muss man bei der Besetzung machen. Lacey wird von Lommels damaliger Ehefrau Suzanna Love dargestellt, die soweit okay ist. Bruder Willy wird von ihrem echten Bruder Nicholas Love dargestellt, der ziemlich tumb spielt, was auch daran liegt, dass seine Figur stumm ist. Das Herz geht kurz auf, wenn John Carradine seinen kurzen Auftritt hat. Ansonsten hebt sich hier keiner hervor, und viele hatten hier ihren einzigen Auftritt.  

    THE BOOGEY MAN ist ein unheimlicher Horrorfilm mit kleinen Schwächen, die er mit seinen Stärken ausgleichen kann. 

    (Bjoern Candidus)